Kreisliga A: VfL Billerbeck und Westfalia Osterwick trennen sich in einem eher mauen Spiel 1:1 Tobias Paschert trifft auf beiden Seiten

Billerbeck/Osterwick (fw). Dieser Doppelpack, den er geschnürt hatte, fühlte sich gar nicht gut an. Das Wort mit „Sch . . .“ benutzte Tobias Paschert und schüttelte den Kopf. „Vorne hätte ich dieses Ding niemals so sauber getroffen.“ Mit dem Eigentor egalisierte der Westfalia-Kapitän Sekunden vor der Pause seinen eigenen Führungstreffer – und das war’s auch schon in einem etwas seltsamen Spitzenspiel, in dem sich die Billerbecker und die Osterwicker weitgehend neutralisierten.

Von Frank Wittenberg
Kreisliga A: VfL Billerbeck und Westfalia Osterwick trennen sich in einem eher mauen Spiel 1:1 : Tobias Paschert trifft auf beiden Seiten
Nur selten setzten sich die Kontrahenten entscheidend durch – hier rangeln Lars Knipper (links) und Lukas Zumbülte um den Ball. Foto: Frank Wittenberg

Ein komisches Spiel war es auch für die beiden Trainer am Seitenrand, wobei Steffen Szymiczek mit dieser Punkteteilung deutlich besser leben konnte. „Beide Mannschaften treten sonst sehr dominant auf, aber diesmal sind beide nicht richtig ins Spiel gekommen“, hatte der VfL-Trainer eine taktisch geprägte Partie gesehen, die zudem von leichten Fehlern durchzogen war. Engin Yavuzaslan ging da mit seinem Personal deutlich härter ins Gericht. „Ideenlos und unkonzentriert sind wir aufgetreten“, ärgerte er sich. „Das wirkte ja wie ein Freundschaftsspiel.“

Die erste Möglichkeit besaßen die Gastgeber, als sich Calvin Majewski auf der rechten Seite durchsetzte und in die Mitte passte, wo Adenis Krasnigi aus vier Metern nur den Außenpfosten traf (18.). Auf der anderen Seite musste eine Standardsituation Gefahr bringen – und prompt klingelte es in der 30. Minute: Nach einer Ecke von Timo Mevenkamp kratzte Calvin Majewski den Kopfball von Tobias Paschert zwar noch von der Linie, aber im zweiten Versuch traf der Westfalia-Kapitän zum 0:1. Zwei Minuten später musste Jan-Simon Wilmer vor Adenis Krasnigi zur Ecke klären, viel gefährlicher wurden die Billerbecker aber nicht, gab auch Steffen Szymiczek zu: „Uns fehlten Timing und Passgenauigkeit.“

Dafür halfen die Gäste bei Ausgleich kräftig mit. Nachdem Lukas Zumbülte auf Adenis Krasnigi durchgesteckt hatte, wollte Tobias Paschert vor dem VfL-Angreifer klären und traf haargenau ins eigene Eck. Schiri Christian Jelges pfiff erst gar nicht wieder an – unglücklicher geht’s kaum.

Die Hereinnahme von Pascal Leipelt brachte nach der Pause etwas mehr Schwung ins Westfalia-Spiel, aber genau das verstand der Trainer noch weniger. „Passi trainiert seit Monaten kaum und macht die meisten Laufwege“, staunte Yavuzaslan, der nun einige Torchancen registrieren durfte. Aber VfL-Keeper Tim Schürhoff war nicht mehr zu überwinden: Er rettete bei zwei Chancen von Daniel Richter per Kopf (57.) und Fuß (60.) ebenso stark wie beim Versuch von Jan Kröger aufs kurze Eck (88.). Und das Happy End für Tobias Paschert verhinderte Schürhoff in der 67. Minute ganz stark, als er dessen Kopfball nach Mevenkamp-Ecke über die Latte lenkte.

Das wäre sogar beinahe bestraft worden. Denn in der Nachspielzeit lupfte Calvin Majewski den Ball über Jan-Simon Wilmer hinweg aufs Tor, wo Timo Mevenkamp auf der Linie klärte – beinahe der Lucky punch für den VfL, der nach der gelb-roten Karte gegen Max Zumbülte (78.) in Unterzahl agieren musste. „Das hätte noch gefehlt“, stöhnte Engin Yavuzaslan, der schon mit dem 1:1 nicht zufrieden war und seine spezielle Rechnung aufstellte: „Wir haben zwei Punkte verschenkt, und das tut dreifach weh!“ 7 VfL Billerbeck – Westfalia Osterwick 1:1; Tore: 0:1 Tobias Paschert (30.), 1:1 Tobias Paschert (45., ET).

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