Kreisliga A: VfL Billerbeck setzt sich gegen eine defensive DJK Coesfeld-VBRS II mit 3:1 durch Ohne Feuerwerk zu verdienten drei Punkten

Coesfeld/Billerbeck (fw). Das Feuerwerk wollte bei der feuchten Witterung nicht zünden, aber damit hatte Steffen Szymiczek kein Problem. „Wir können ja nicht jedes Mal sechs bis acht Tore schießen“, zuckte der Trainer des VfL Billerbeck mit den Schultern. „Schon gar nicht, wenn ein Gegner so tief steht.“ Aber die DJK Coesfeld-VBRS als Außenseiter tat dem VfL nicht den Gefallen, munter mitzuspielen. So war es gewiss keine berauschende Partie, aber ein hochverdienter 3:1-Erfolg der Gäste.

Von Frank Wittenberg
Kreisliga A: VfL Billerbeck setzt sich gegen eine defensive DJK Coesfeld-VBRS II mit 3:1 durch: Ohne Feuerwerk zu verdienten drei Punkten
Ballkünstler unter sich: DJK/VBRS-Kapitän Max Kiffmeyer (links) bedrängt den Billerbecker Felix Leimkühler. Foto: Frank Wittenberg

Natürlich sei das sehr defensive Auftreten der Plan gewesen, gab DJK-Trainer Denis Koopmann zu. „Es war ja wohl klar, dass wir die Billerbecker nicht an die Wand spielen“, erklärte er sein 5-4-1-System, nicht zuletzt angesichts so namhafter Ausfälle wie Arne Berding und Jens Paas (beide gesperrt) sowie Christian Roß und Marcel Dreier (Urlaub). Und die Vorgabe habe sein Personal bis zum Ende gut umgesetzt. „Ab Mitte unserer Hälfte haben wir kaum noch Raum gelassen.“

Und der Versuch, hier und da einen Nadelstich zu setzen, ging mit einem vermeintlichen Phantomtor schnell auf: Maik Quent hämmerte nach einen schnell ausgeführten Freistoß einfach mal aus 40 Metern auf den VfL-Kasten. Torwart Tim Schürhoff glitt der nasse Ball durch die Finger, erst im zweiten Versuch bekam er ihn zu packen – hinter der Linie, entschied Schiri Heinrich Mers. „Niemals war der drin“, versicherte Steffen Szymiczek, der näher als der Unparteiische am Geschehen stand. Denis Koopmann nahm die Entscheidung mit Humor: „Der Videoschiedsrichter aus Köln hat sich nicht gemeldet, also war es Tor.“

Immerhin: Nervös machen ließen sich die Billerbecker davon nicht. Sie verlagerten das Geschehen restlos in die DJK-Hälfte, hatten aber Mühe, klare Chancen zu kreieren. So musste ein Distanzschuss her: Philipp Daldrup nagelte den Ball in der 32. Minute humorlos aus 25 Metern zum 1:1 in den Winkel. Und nur fünf Minuten später drehte Max Zumbülte per Kopf nach einer Ecke die Partie mit dem 1:2 komplett.

Vielleicht hätten die Coesfelder den Favoriten noch länger ärgern können, wäre der Schuss von Maik Quent in der 52. Minute im Netz und nicht am Pfosten gelandet. So aber machten die Gäste schon in der 56. Minute den Deckel drauf, als Adenis Krasnigi einen tollen Spielzug über Matthias Möllering, Philipp Daldrup und Felix Leimkühler mit dem 1:3 abschloss. „Da haben wir schnell gespielt“, sah sich Szymiczek bestätigt. Ansonsten habe zu häufig das Tempo gefehlt, um einen so defensiven Gegner auszuhebeln. Hinzu kam mit Dennis Weßendorf ein starker Torwart, der einen Schuss von Adenis Krasnigi an die Latte lenkte (50.) und auch gegen Niklas Kuhlage hielt (89.).

So blieb es bei diesem 1:3, das beide Trainer nicht begeisterte, aber auch nicht meckern ließ. „Mit dem Auftreten der Mannschaft kann ich zufrieden sein“, stellte Denis Koopmann fest. Und Steffen Szymiczek verbuchte die nächsten drei Punkte – zwar ohne Feuerwerk, aber mit seriöser Arbeit trotz etwas müder Köpfe: „Viele hatten es wohl noch mit einem Ohrwurm der Blaskapelle auf dem Billerbecker Oktoberfest zu tun.“ 7 DJK Coesfeld-VBRS II – VfL Billerbeck 1:3; Tore: 1:0 Maik Quent (12.), 1:1 Philipp Daldrup (32.), 1:2 Max Zumbülte (37.), 1:3 Adenis Krasnigi (56.).

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