Billerbeck Lufthoheit am Helker Berg

Billerbeck/Holtwick. So viele Bälle auch in den Strafraum des Tabellenführers segelten, die Männer in blau behielten die Lufthoheit. „Wir hatten ja gefühlt 30 Standards“, schüttelte Ahmed Ibrahim den Kopf. Die bleiben aber allesamt ohne Ertrag, weil Max Zumbülte, Andreas Lembeck und „der Lange“ Hendrik Gausling alles aus der Luft abräumten, was abzuräumen war. Vorne schlug der VfL Billerbeck in zwei Situationen eiskalt zu, beendete die lange Serie von SW Holtwick mit dem 2:0-Erfolg und machte einen weiteren großen Schritt Richtung Titel.

Von Frank Wittenberg
Billerbeck: Lufthoheit am Helker Berg
Niklas Kuhlage lässt sich nicht aufhalten – hier wird der Billerbecker zwar von Jonas Waltering (rechts) gestoppt, kurz darauf trifft er aber zum 2:0-Endstand. Foto: az

Es war die abgeklärtere Mannschaft, die hier gewonnen hat, stellte Ahmed Ibrahim ehrlich fest. Dem wollte VfL-Trainer Steffen Szymiczek nicht widersprechen – „auch wenn wir uns im Spiel nach vorne nicht immer clever angestellt haben.“ So entwickelte sich gewiss kein Spitzenspiel, das die Zuschauer förmlich vom Hocker riss, aber das sei auch wohl nicht zu erwarten gewesen. „Es gab nur wenige Torszenen, aber damit hatte ich schon gerechnet“, erklärte Syzmiczek. „Beide Mannschaften hatten viel Respekt voreinander.“

Nach dem vorsichtigen Abtasten, bei dem die Billerbecker mehr Ballbeseitz generierten, saß gleich die erste Torchance des Spiels: Aus vollem Lauf schlug Felix Leimkühler eine Flanke vor das Holtwicker Tor, wo Niklas Kuhlage am zweiten Pfosten abtropfen ließ – Max Vandieken traf aus sechs Metern zum 1:0 (18.). „Das freut mich für Vanni, weil ich ihn heute zum ersten Mal im Sturm eingesetzt habe“, lächelte Steffen Syzmiczek.

In der Folge gab es auf beiden Seiten kaum Hochkaräter zu bewundern. „Wir haben uns einfach zu viele Fehler und Ballverluste erlaubt“, wunderte sich Ahmed Ibrahim über ungewohnte Leichtfertigkeiten im Spiel der Holtwicker. „Wir haben es nicht geschafft, Druck aufzubauen.“ Weil aber auch die Billerbecker vorne zu häufig mit hohen und ungenauen Bällen agierten, blieben echte Torchancen Mangelware. Das dickste Ding der Holtwicker verhinderte Andreas Lembeck (51.), als er nach einer Hereingabe von Henning Barenbrügge den einschussbereiten Johannes Dönnebrink blockte. Lembeck hätte zwölf Minuten später auf der anderen Seite für das 2:0 sorgen können, aber nach einer Ecke von Matthias Schulze Bisping ging er nicht energisch genug mit dem Kopf zum Ball.

So viele Bälle in der Folge auch vor das Tor des VfL flogen, die Schwarz-Weißen schlugen kein Kapital. „Die waren oft auch nicht gut serviert – da sagt der Torwart vielen Dank“, gab Jojo Dönnebrink zu. So wie in der 79. Minute, als Hendrik Gausling eine Flanke abfing, direkt den Konter über Matthias Mölling einleitete und der Niklas Kuhlage bediente – mit diesem 2:0 war das Ding endgültig für den Spitzenreiter gelaufen. 7 VfL Billerbeck – SW Holtwick 2:0; Tore: 1:0 Max Vandieken (18.), 2:0 Niklas Kuhlage (79.).

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