Billerbeck
Erst kam der Blitz, dann der Jubel

Billerbeck. Die Schwüle war verzogen. Das Donnergrollen rollte durch die Baumberge und rückte immer näher. Dunkle Wolken segelten über den Helker Berg, als wenig später der Blitz im Kasten von Anne Gehring einschlug. Anne Haberecht war in der 41. Minute frei im Sechzehner an den Ball gekommen. Nur kurz schaute sie auf die Keeperin, scharf und platziert schoss sie die Kugel ins Netz.

Freitag, 01.06.2018, 14:00 Uhr

Pokalsieger, Pokalsieger, hey, hey! Ausgelassen feiert der Westfalenligist VfL Billerbeck den 2:0-Sieg nach einem packenden Endspiel am Helker Berg. Fotos: Ulrich Hörnemann Foto: az

Das überraschende 1:0 für den Westfalenligisten VfL Billerbeck im Finale des Westfalenpokals, kurz vor der Pause, sorgte für einen Sturm der Begeisterung bei den blau-weißen Anhängern, die auf eigenem Platz deutlich in Überzahl waren. Betretene Mienen sah man bei den Spielerinnen von Germania Hauenhorst, dem hohen Favoriten und Tabellenachten der Regionalliga.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste den Druck und drängten auf den Ausgleich. Doch die Billerbeckerinnen standen bombensicher in der Abwehr. Bei Balleroberung starteten sie schnelle Konter, vornehmlich über Jana Krystek, die so flink ist, dass sie ihre Gegenspielerinnen abschüttelte wie lästige Fliegen. Als Krystek in der 54. Minute wieder nicht zu halten war, stürmte sie in den Strafraum. Anne Gehring, die Torwächterin aus Hauenhorst, eilte aus ihrer Bude, kam aber zu spät und holte Jana Krystek von den Beinen. „Schwalbe“, rief Gehring entrüstet. Vanessa Arlt, die aufmerksame Schiedsrichterin, zeigte ihr sofort die gelbe Karte und deutete unmissverständlich auf den Punkt: Elfmeter! Maren Schulte übernahm die Verantwortung und verwandelte eiskalt zur 2:0-Führung, die bis zum Abpfiff hielt.

Walter Okon, der mit dem Billerbecker Team 2014 Kreispokalsieger geworden war, freute sich tierisch über den neuerlichen Triumph – diesmal sogar auf Westfalenebene. „Sicherlich haben wir in zwei, drei Situationen Glück gehabt“, sagte er und dachte besonders an die 61. Minute, als Christina Schimpke mutterseelenallein vor Sarah Hauling daneben zielte. „Danach hat Sarah auch noch zweimal super pariert“, lobte Okon seine Nummer 1. „Aufgrund der Torchancen ist unser Sieg verdient“, erklärte er. „Was wir aus dieser Saison gemacht haben, das ist phantastisch – und der Westfalenpokal toppt alles!“

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