Billerbeck Mit der blauen Wand nach Bösensell

Billerbeck. Die Billerbecker haben sich kurz geschüttelt, dann war die Niederlage gegen den Rivalen SpVgg. Vreden II schon verdaut. „Jetzt wollen wir die zweite Chance nutzen“, sagt Steffen Szymiczek, „wir werden die Ärmel hochkrempeln! Trübsal blasen ist nicht unser Ding.“ Der Aufstieg in die Bezirksliga wird in Hin- und Rückspiel ausgetragen. „Das bedeutet, dass wir 180 Minuten Zeit haben, um unser Saisonziel in die Tat umzusetzen“, betont Szymiczek.

Von Ulrich Hörnemann
Billerbeck: Mit der blauen Wand nach Bösensell
Der „Schwatte“ im Anmarsch: Mathias Schulze Bisping (rechts) soll die Angreifer mit Flanken von der linken Außenbahn füttern. Foto: Frank Wittenberg

Morgen Abend (Anstoß: 19.30 Uhr) ist seine Mannschaft zu Gast beim SV Bösensell, am Sonntag (15 Uhr) hat sie Heimvorteil gegen den Meister der Kreisliga A 2 Münster, der sein Entscheidungsspiel gegen die SG Telgte mit 2:5 verloren hat.

Steffen Szymiczek spricht selbst von einer Zerreißprobe, denn er weiß, dass nur der Gewinner eine Klasse aufrücken wird. „Das ist eine Mentalitätsfrage“, erklärt er, „Mentalität haben wir. Mit dem Druck umgehen, das können wir auch. Haben wir doch in dieser Saison oft genug bewiesen, als uns die Osterwicker pausenlos im Nacken saßen.“

Das 0:2 gegen Vreden sei „ein Ausrutscher“ gewesen. Mehr nicht. „Natürlich haben wir nicht alles richtig gemacht“, blickt er zurück auf die packende Auseinandersetzung auf neutralem Platz in Gescher, „nach dem frühen 0:1-Rückstand hatten wir noch Zeit satt und genug, um das Spiel zu drehen. Wichtig ist, dass wir geduldiger agieren und ruhig bleiben. Wir werden aus unseren Fehlern lernen.“

Einige Spieler aus Bösensell kennt er, „das gesamte Team aber nicht“, berichtet Steffen Szymiczek, „ich erwarte ein physisches Spiel.“ Wer bis an seine körperlichen Grenzen gehen wird, wer dabei cool bleibt und nicht nervös wird, werde am Ende die Nase vorn haben. Er vertraut seinem Personal. „Die Jungs sind bereits in Gescher im Kopf klar geblieben“, erinnert er sich, „trotz diverser Nebenschauplätze und Entscheidungen, die nicht immer positiv für uns waren, haben wir nicht den Kopf verloren – und das wird uns auch nicht in Bösensell passieren.“

Auf zwei Stammkräfte muss er leider verzichten. Hendrik Gausling, der lange Schnapper, fällt mit einer leichten Gehirnerschütterung aus. Andreas „Pommes“ Lembeck klagt über eine gebrochene Nase und einen Brummschädel. „Mit dem Torhüter und dem Innenverteidiger muss ich zwei Schlüsselpositionen neu besetzen. Unser Kader wird dünner.“ In dieser misslichen Situation vertraut er wieder auf die eigenen Fans. „Es war schön zu sehen, wie die Zuschauer wie eine blaue Wand hinter uns gestanden haben“, so Szymiczek, „das wird auch in Bösensell nicht anders sein.“ 7 Anstoß: Donnerstag, 19.30 Uhr, Bösensell, Sportanlage, Naturrasen, Am Helmerbach 8

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