Fußball: DJK-VBRS verliert im Pokal-Halbfinale mit 0:2 gegen den Westfalenligisten SpVgg. Vreden Gescheitert, aber gut verkauft

Coesfeld. Nein, er verliert nicht gerne. Diese Niederlage war aber eine, mit der Sebastian Scheinig umgehen konnte. Verdient war das 0:2 gestern Abend im Pokal-Halbfinale gegen die SpVgg. Vreden, und doch hat sich der Außenseiter DJK Coesfeld-VBRS ordentlich präsentiert. „Verletzt hat sich auch keiner“, machte der Trainer deutlich, wo der Fokus lag. Das Endspiel im Kreispokal haben sie verpasst, aber noch wichtiger ist den Eintrachtlern der Klassenerhalt in der Landesliga.

Von Frank Wittenberg
Fußball: DJK-VBRS verliert im Pokal-Halbfinale mit 0:2 gegen den Westfalenligisten SpVgg. Vreden : Gescheitert, aber gut verkauft
Nadelstiche setzten die Eintrachtler immer mal wieder und beschäftigten so den Favoriten – hier setzt sich Marius Borgert (rechts) gegen Niklas Niehuis (links) und Dominic Steiner durch. Foto: Frank Wittenberg

Dabei waren die Rollen schon im Vorfeld klar verteilt. „Das ist eine der besten Mannschaften der Umgebung, wenn nicht sogar die beste“, zollte Scheinig den Vredenern seinen großen Respekt. Und die traten auch entsprechend dominant auf, entwickelten in der ersten Halbzeit gefühlte 85 Prozent Ballbesitz. „Darauf waren wir eingestellt“, erklärte Scheinig. „Wir wollten kompakt stehen und Nadelstiche setzen.“

Und eben diese Nadelstiche waren durchaus gefährlich. Wie in der 13. Minute, als Marius Borgert einen 25-Meter-Freistoß aufs Tor drosch und Aziz Recep vor einige Probleme stellte. Der frühere Keeper der SG 06 musste im Nachfassen vor Mikhail Fedorov klären. Noch größer war die Chance von Tobias Hüwe in der 31. Minute, als die Gäste eine Hereingabe von Kai Hemsing zu kurz abwehrten. Hüwe zog aus zwölf Metern aus vollem Lauf ab, scheiterte aber an einer tollen Fußabwehr von Aziz Recep.

Zu diesem Zeitpunkt lag die DJK-VBRS allerdings schon 0:2 hinten. „Die Tore sind extrem unglücklich gefallen“, schüttelte Sebastian Scheinig den Kopf. So klärte Jan Kersen in der 22. Minute einen Schuss von Jose Paul Zuniga Murillo nach einer kurz ausgeführten Ecke in höchster Not, aber offenbar kurz hinter der Torlinie – Schiri Alexander Wensing und sein Assistent Alp Can Gürbüz entschieden auf Treffer und ernteten auch wenig Protest. Noch bitter war das 0:2 sechs Minuten später, als der seit Wochen bärenstarke Julian Medding einen Schuss von Lars Ivanusic vor sich auftippen und über sich hinweg prallen ließ.

Mit diesem Pausenergebnis war die Partie gelaufen, denn in den zweiten 45 Minuten ereignete sich bis auf eine Halbchance von Mikhail Fedorov, der den Ball nach Vorarbeit von Tobi Hüwe nicht richtig traf (69.), nicht mehr viel. „Vreden hat einen Gang rausgenommen, wir standen weiter kompakt“, fasste Scheinig die zweite Halbzeit kurz und treffend zusammen. Der Pokaltraum ist ausgeträumt, aber das war gestern Abend gewiss kein Drama. 7 DJK Coesfeld-VBRS – SpVgg. Vreden 0:2; Tore: 0:1 Jose Paul Zuniga Murillo (22.), 0:2 Lars Ivanusic (28.).

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