Volleyball: Nach dem 3:0-Sieg gegen FS Duisburg klopft die SG Coesfeld 06 an die Tür zur Regionalliga Überraschungs-Vize lässt sich feiern

Coesfeld. Den bisher größten Triumph haben sie ausgiebig gefeiert. Die Vizemeisterschaft in der Oberliga, verbunden mit der Berechtigung, an der Regionalliga-Relegation teilzunehmen – die Volleyballer der SG Coesfeld 06 genossen diesen Erfolg in vollen Zügen. „Das war eine bärenstarke Stimmung in der Halle“, zeigte sich auch Trainer Bernhard Heuermann beeindruckt und begeistert, nachdem sich sein Personal mit dem souveränen 3:0-Sieg gegen FS Duisburg einen Traum verwirklicht hatte.

Von Frank Wittenberg
Volleyball: Nach dem 3:0-Sieg gegen FS Duisburg klopft die SG Coesfeld 06 an die Tür zur Regionalliga : Überraschungs-Vize lässt sich feiern
Das C steht für Coach: Bernhard Heuermann hat mit den SG-Volleyballern den bisher größten Erfolg erreicht. Foto: Sven Schmitz

3:0 im letzten Saisonspiel, das entwickelte sich deutlicher als vorher erwartet. „Der Vorteil war, dass wir im ersten Satz schnell mit vier, fünf Punkten weggezogen sind“, so Heuermann. Das zog die Nervosität aus den Trikots – die SG spielte fortan befreit auf, durfte sich hier und da auch mal einen Fehler erlauben und brachte den ersten Durchgang mit 25:21 nach Hause. Weil sich auch der zweite Satz ganz ähnlich gestaltete, war mit dem 25:17 das Ziel Relegation bereits erreicht – selbst eine 2:3-Niederlage und der damit verbundene Punkt hätten gereicht.

Aber die Coesfelder wollten mehr. „Es war sofort zu spüren, dass die Mannschaft auch den Vizetitel holen wollte“, berichtete der Trainer. Die SG 06 legte eben keinen Wert darauf, als Nachrücker in die Relegation zu kommen, an der Telekom Post SV Bielefeld II als direkter Konkurrent nicht teilnehmen durfte, weil die Erstvertretung schon in die Regionalliga aufsteigt. So dominierten die Coesfelder auch den dritten Satz und ließen den Gast aus Duisburg erst in der Endphase aufschließen – mit 25:23 war aber auch dieser Durchgang und damit die gesamte Partie mit 3:0 eingetütet. „Damit sind wir aus eigener Kraft in die Relegation eingezogen“, strahlte Bernhard Heuermann. „Das macht es noch schöner.“

Ein unerwarteter Erfolg für die SG 06, die mit einem sehr dünnen Kader durch die Saison gegangen war. „Wir wollten mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, formulierte der Trainer das eigentliche Ziel. „Im Optimalfall sollte es einen Platz besser laufen als Rang fünf in der vergangenen Saison.“ Jetzt klopfen sie sogar an der Tür zur Regionalliga.

Ob der Sprung gelingt, muss sich am letzten April-Wochenende zeigen. Dann bekommt es die SG 06 am Samstag (29. 4.) zunächst mit dem VC 73 Freudenberg aus der Oberliga 1 zu tun – der Drittplatzierte nimmt den Platz des TV Dresselndorf ein, der gestern auf die Relegation verzichtet hat. Der zweite Gegner am Sonntag (30. 4.) ist ein alter Bekannter: der TV Hörde II, der als Drittletzter der Regionalliga um das Ticket kämpfen muss. „Die kennen wir sehr gut“, verweist Bernhard Heuermann auf die Aufeinandertreffen in den Relegationen für Verbands- und Oberliga. „Das waren immer sehr bissige Spiele.“

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