Faustball: Nach zwei Siegen rückt der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga in greifbare Nähe
Große Erleichterung bei der SG

Coesfeld. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge drohte den Faustballern der SG Coesfeld/Nottuln, trotz des starken Saisonstarts noch einmal in den Abstiegskampf der 2. Faustball-Bundesliga verwickelt zu werden. Doch mit zwei Siegen am Auswärtsspieltag in Voerde gelang der SG der ersehnte Befreiungsschlag. Sowohl gegen Tabellenschlusslicht Kredenbach (3:0) als auch gegen das hoch eingeschätzte Heimteam aus Voerde (3:1) setzten sich die Faustballer aus Coesfeld und Nottuln verdient durch.

Donnerstag, 25.01.2018, 10:36 Uhr

Jonas Menzel (rechts, 3) und Oliver Schmitz (links, 8) zeigten als neuformierte SG-Angriffsachse gegen Kredenbach eine ganz starke Leistung. Foto: az

Bei einem ausgeglichenem Punktverhältnis ist das Thema Abstieg für die SG zwar noch nicht endgültig vom Tisch, die Chancen stehen nun aber sehr gut, auch im zweiten Jahr der Bundesliga-Zugehörigkeit die Klasse zu halten.

Die Partie gegen Kredenbach schien dabei auf dem Papier eine reine Formsache zu sein – der Aufsteiger aus dem Siegerland war bis zu diesem Spieltag noch ohne jeden Sieg und im Hinspiel von der SG geradezu deklassiert worden. Doch die SG hatte mit dem Ausfall von Johannes Bücher, Hendrik Langer und Bodo Schulte zu kämpfen und musste dadurch das Team komplett umstellen. „In einem solch wichtigen Spiel mit einer völlig uneingespielten Formation antreten zu müssen, wünscht sich natürlich niemand“, war sich Spielertrainer Thomas Langer im Vorfeld der Gefahr bewusst, selbst diese Pflichtpunkte liegen zu lassen.

Doch sein Team ließ zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel daran aufkommen, wer die Zähler aus Voerde mit nach Hause nehmen würde. Jonas Menzel zeigte in seinem ersten Spiel als Hauptangreifer eine bärenstarke Leistung und schoss beim 11:2 im ersten Satz die Siegerländer fast alleine aus der Halle. Auch in den Folgesätzen (11:4 und 11:9) überzeugte das neuformierte Team mit fast fehlerfreiem Spiel und mannschaftlicher Geschlossenheit. „Meine Sorge, mit einer sehr unerfahrenen Angriffsreihe zu fehleranfällig zu agieren, war völlig unbegründet“, zeigte sich Thomas Langer auch mit der Leistung seines Zweitangreifers Oliver Schmitz zufrieden.

Mit den zwei wichtigen Pflichtpunkten im Gepäck ging die SG ohne viel Druck in die zweite Partie gegen die Topfavoriten aus Voerde. Und hier profitierten sie vom Pech des Gegners: Nach dem Ausfall des starken Voerder Hauptangreifers verletzte sich auch noch der zweite Nationalspieler der Gastgeber beim Aufwärmen – damit geriet Voerde von einer Übermannschaft zu einem Gegner auf Augenhöhe. Und die SG ergriff die Chance, sich auch diese zwei unerwarteten Punkte zu sichern. Nun mit Ralf Liebschner am Rückschlag und Jonas Menzel wieder auf seiner angestammten Abwehrposition wurden die in der Abwehr starken, aber im Angriff ungewohnt harmlosen Voerder mit 11:6, 11:9, 9:11 und 11:8 niedergekämpft. „Da hatten wir natürlich etwas Glück – aber die zwei Punkte nehmen wir trotzdem gerne mit“, freute sich Sebastian Badura, der auf der rechten Abwehrseite eine starke Partie zeigte.

Durch die zwei Siege verbesserte sich die SG in der Tabelle auf Platz fünf und hat bei noch vier ausstehenden Spielen nun bereits acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze acht und neun. Mit einem Sieg gegen den Tabellensiebten Wangersen könnten am Samstag beim Auswärtsspieltag in Brettorf auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt ausgeräumt werden.

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