Volleyball: SG Coesfeld 06 feiert einen 3:2-Erfolg beim Oberliga-Aufsteiger SG Levern-Rhaden
Spannendes Spiel nach langweiliger Anreise

Coesfeld (uh). Ohne Navi wären die Volleyballer der SG Coesfeld 06 nie und nimmer angekommen. Levern, ein Ortsteil in der Gemeinde Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke, liegt sozusagen jwd: janz weit draußen. „In der hintersten Ecke von Westfalen“, erzählt Bernhard Heuermann, Chauffeur des Reisetrupps, „da fährst du nur durch die Pläne, das geht kreuz und quer durch den Teuto.“ Zwei Stunden dauert die Tour. „Hin und zurück, also mal zwei“, präzisiert Heuermann.

Dienstag, 30.01.2018, 09:08 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 29.01.2018, 17:06 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 30.01.2018, 09:08 Uhr
Der Steller in Aktion: Fabian Röttgering vom Oberligisten SG Coesfeld 06. Foto: Frank Wittenberg

Die Anreise sei langweilig genug gewesen. „Dafür haben wir’s im Spiel ganz spannend gemacht“, denkt Heuermann an den 3:2-Zittersieg (19:25, 25:14, 25:18, 22:25, 15:11) beim Oberliga-Neuling SG Levern-Rhaden, „fünf Sätze haben wir gebraucht, dann war die Aufgabe endlich gelöst.“

Der erste Abschnitt begann vielversprechend. „Wir haben gut aufgeschlagen und lagen klar in Führung, als plötzlich und unerwartet ein Knacks da war“, wundert sich Heuermann noch immer über die Formdelle, die seine Schützlinge offenbarten, „dann haben wir noch 19:25 verloren, das war völlig unnötig.“

Aber die beiden folgenden Sätze wurden eine sichere Beute der Coesfelder. „Die Jungs haben ihr Spiel volles Brett durchgezogen“, lobt er seine Belegschaft, „das sah richtig gut aus.“

Der vierte Durchgang war eine Kopie des ersten. „Viele Eigenfehler haben uns aus der Spur gebracht“. kritisiert Heuermann, „knapp mit 25:22 hatte der Gegner die Nase vorn.“ Also mussten beide Mannschaften in den fünften Spielabschnitt. Ein echtes Finale! „Das war dann eine klare Kiste“, berichtet Bernhard Heuermann, „wir haben uns kurz geschüttelt und den Satz sauber durchgezogen.“ Mit einer deutlichen 8:3-Führung wurden die Seiten gewechselt – mit 15:11 war der neunte Erfolg im 13. Saisonspiel endgültig in trockenen Tüchern.

Zum Einsatz kamen Philipp Heuermann, Henri Lammerding, Lukas Messing, Fabian Röttgering, Marcel Schiller, Sven Schmitz und Sebastian „Seppel“ Förster als Libero. Als Joker auf der Bank saß der Mann für alle Fälle: Iraj Shir Ali.

Die Reisenden aus Coesfeld lagen sich hinterher in den Armen und feierten das positive Erlebnis beim Aufsteiger. „Wir sind jetzt Tabellenvierter mit 24 Punkten und haben nach wie vor prima Chancen auf das Relegationsspiel.“ Bernhard Heuermann betrachtet den Dritten TuB Bocholt II (25 P.) und den Fünften 1. VC Minden (22 P.) als schärfste Konkurrenten. Den Tabellenvierten VV Humann Essen IV hat er nicht auf der Rechnung, da Essen III bereits in der Regionalliga aktiv ist und Essen IV laut Reglement nicht aufsteigen darf. Denn zwei Mannschaften in dieser Klasse sind nicht erlaubt.

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