Handball: Verdienter 29:23-Sieg der DJK/VBRS-Damen
Nach Stotterstart im Vollgas-Modus

Coesfeld. 30 Minuten lief der Motor auf halber Leistung. So richtig wollte der Funke nicht zünden – was sich glücklicherweise nach der Pause grundlegend änderte. „Dann haben wir endlich mehr Tempo gemacht“, freute sich Dirk Haverkämper über eine klare Steigerung seines Personals. „Da konnte der Gegner nicht mehr mitgehen.“ Aus einem 11:12-Rückstand zur Halbzeit machten die Handballerinnen der DJK Coesfeld-VBRS einen absolut verdienten 29:23-Sieg gegen die HSG Hohenlimburg und machten einmal mehr deutlich: Im eigenen Wohnzimmer sind sie eine Macht.

Sonntag, 04.02.2018, 19:46 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 04.02.2018, 19:42 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 04.02.2018, 19:46 Uhr
Knallhart durchgezogen: Steffi Lappe (rechts) lässt die Hohenlimburgerin Natalie Funke-Kamann ins Leere laufen und wirft einen ihrer sechs Treffer. Foto: Frank Wittenberg

Die Gäste aus Hagen, die ohne ihre beste Torschützin Ann-Cathrin Kamann angereist waren, spielten 60 Minuten lang ihren Streifen herunter. Das reichte im ersten Durchgang, weil die DJK-Damen einfach nicht in die Gänge kamen. „Wir haben uns gefühlt 20 einfache Ballverluste erlaubt“, schüttelte der Trainer den Kopf. Die ganze Zeit habe er darauf gewartet, dass der Hebel endlich umfalle – aber das tat er in dieser Phase nicht. So drehte Hohenlimburg ein 5:4 in eine eigene 5:7-Führung (20.) und ging mit einem 12:11 in die Kabine.

Aus der kamen die Coesfelderinnen nach einer kurzen, aber offenbar hilfreichen Ansprache. Denn plötzlich stürmten sie wie verwandelt über das Parkett, setzten den Gegner permanent unter Druck und nutzten endlich die Chancen besser. „Wenn wir in Fahrt kommen, fällt vieles leichter“, stellte Haverkämper fest. Gleich die ersten drei Treffer zum 14:12 gehörten der DJK-VBRS, die lediglich beim 15:15 (38.) noch einmal den Ausgleich hinnehmen musste. Vier weitere Tore in Folge zum 19:15 (41.) setzten ein Ausrufezeichen. „In der Abwehr haben wir immer mehr Würfe des Gegners geblockt“, zeigte sich der Trainer zufrieden. Die Ballgewinne nutzten sie häufiger zu einfachen Treffern.

Die allerletzten Zweifel am Sieg beseitigte die starke Maike Kreikenberg, die in der 53. Minute einen Tempogegenstoß abwehrte und Steffi Lappe im Gegenzug das Tor zum 25:19 ermöglichte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Dirk Haverkämper sein Team längst durchgewürfelt – was der Leistung aber keinen Abbruch tat. „Wir hatten heute die deutlich bessere Bank“, urteilte der Trainer, der unter anderem der B-Jugendlichen Maike Dieker viele Einsatzminuten gab. „Es kommt kein Bruch ins Spiel, wir sind sehr ausgeglichen besetzt.“

Völlig ungefährdet fuhren die DJK-Damen den 29:23-Sieg ein und bauten die Heimbilanz auf 13:1 Punkte aus. Damit halten sie Kontakt zur Verbandsliga-Spitze – „aber die nächsten Spiele werden sehr schwer“, blickte Haverkämper auf die Partien beim ASV Hamm-Westfalen und gegen TuRa Halden-Herbeck. 7 DJK Coesfeld-VBRS – HSG Hohenlimburg 29:23; Rieke Liebig und Maike Kreikenberg (im Tor), Britta Reckers (7), Steffi Lappe (6), Christel Daldrup (4), Lea-Sophie Schneider (4/4), Franziska Wilde (3), Juliana Hüls (3), Kerstin Böing (2), Lea Hemker, Christin Wienecke, Maike Dieker, Fiona van Ael.

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