Handball: Trainer der DJK/VBRS-Damen gibt auch für die kommende Saison seine Zusage / Junge Talente einbauen
Dirk Haverkämper weist den Weg

Coesfeld. Sollte es überhaupt ein Fragezeichen gegeben haben, so war es blitzschnell ausradiert. „Das Thema hatten wir schnell vom Tisch“, lächelt Dirk Haverkämper. „Denn wenn ich eine Aufgabe anpacke, dann immer langfristig.“ Deshalb war es für Thomas Bücking und seine Mitstreiter in der Handball-Abteilungsleitung der DJK Coesfeld-VBRS ein einfaches Gespräch: Der Trainer der Verbandsliga-Damen macht auch in der nächsten Saison weiter – und mit ihm alle Spielerinnen des aktuellen Kaders.

Montag, 12.02.2018, 08:50 Uhr

Er gibt die Richtung vor – und das auch in der kommenden Saison: Dirk Haverkämper (Mitte), hier mit Juliana Hüls (rechts) und Lea Hemker, bleibt Trainer der DJK/VBRS-Handballerinnen. Foto: Rike Wittenberg

Geduld hat er immer wieder gefordert. Geduld im Neuaufbau nach dem Oberliga-Abstieg und im Umbau der Mannschaft, in der sich nach und nach junge Kräfte etablieren sollen, angeleitet von den erfahrenen Spielerinnen. Und die Bilanz nach zwölf Saisonspielen fällt hervorragend aus: Dritte sind die DJK/VBRS-Damen, drei Punkte hinter Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus und nur einen Zähler hinter dem ETSV Witten auf Rang zwei. „Die Platzierung ist aber nicht wichtig“, betont Haverkämper, der das Team im vergangenen Sommer übernommen hat. Natürlich wollen sie nach der guten Hinserie nicht plötzlich ins Niemandsland der Tabelle abrutschen – aber entscheidend ist die Entwicklung.

Und die bewertet der 48-jährige Lehrer für Sport, Erdkunde und Musik am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stadtlohn als sehr positiv. Flexibler wollten sie werden, dabei aber dennoch in möglichst festen Strukturen agieren. „Wir spielen mittlerweile mehr einstudierten Auslösehandlungen“, erklärt er. „Und daraus ergeben sich dann viele Möglichkeiten, den Angriff abzuschließen.“ Schnell haben sich Trainer und Spielerinnen aneinander gewöhnt, bilanziert Haverkämper: „Ich habe meine Ideen übertragen, musste aber zunächst auch sehen, was die Mannschaft leisten kann.“

Und das ist eine ganze Menge. Besonders die Heimbilanz macht richtig Laune: Bis auf das unnötige 33:33-Remis gegen Teutonia Riemke haben die Coesfelderinnen alle Heimspiele gewonnen, dabei auch die Top-Platzierten Westfalia Kinderhaus und ETSV Witten sowie den Fünften ASV Hamm-Westfalen bezwungen – die eigene Halle ist wieder eine Festung. Dass hin und wieder noch die Konstanz fehle, so wie bei der Niederlage in Dortumund vor drei Wochen, sei völlig normal.

Was richtig Spaß macht: Gerade die jungen Spielerinnen fügen sich von Woche zu Woche immer besser ein. „Lea-Sophie Schneider spielt schon einen guten Part, Juliana Hüls tritt sehr effektiv auf“, lobt Dirk Haverkämper seine Youngster. Franziska Wilde hat den studienbedingten Ausfall von Magda Hemker, die für den Rest der Saison in den USA weilt, bisher prima aufgefangen. Mit Torfrau Jule Bömer, die zuletzt wegen eine Mittelhandbruchs pausieren musste, und Maike Dieker mischen bereits zwei Spielerinnen aus der weiblichen Oberliga-B-Jugend regelmäßig im Training und bisweilen auch in den Spielen mit. „Gerade in dieser B-Jugend gibt es viele Spielerinnen mit Perspektive“, richtet der Trainer seinen Blick voraus. Diese Talente, die von Walli Brand und Oliver Puthen geschult werden, sollen bewusst langsam aufgebaut werden. Gleichzeitig freut sich Haverkämper darüber, dass die Routiniers wie Steffi Lappe oder Christin „Gitte“ Wienecke auch weiterhin anpacken wollen – die Mischung macht’s!

Wohin die Reise in dieser Saison noch gehen kann, wird sich gleich nach der Karnevalspause zeigen. Am kommenden Sonntag (18. 2.) steht das Auswärtsspiel beim ASV Hamm-Westfalen an, dann kommt am Samstag (24. 2.) der direkte Verfolger TuRa Halden-Herbeck nach Coesfeld. Eine Woche später müssen die DJK-Damen nach Witten. „Das wird ein strammes Programm“, ahnt Haverkämper – aber seine Mädels haben richtig Lust, möglichst lange Kontakt zur Spitze zu halten.

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