Coesfeld Fehlschuss raubt die letzten Hoffnungen

Gescher/Coesfeld. Die Hoffnungen, noch einmal ins Spiel zurückzukommen, verfingen sich im Zaun. Denn genau da landete der Elfmeter, getreten von Alexander Höing, und nicht im Netz. „Da hätten wir das Licht noch einmal anknipsen können“, wusste Marco Streuff nach dem Abpfiff um die Schlüsselszene – der so wichtige 2:3-Anschlusstreffer kurz nach der Pause fiel nicht, und so nahm das Unheil für den SV Gescher II mit der 1:5-Niederlage gegen die DJK Coesfeld-VBRS II seinen Lauf.

Von Frank Wittenberg
Coesfeld: Fehlschuss raubt die letzten Hoffnungen
Zu selten setzten sich die Gescheraner so durch wie hier Dennis Busch (links) gegen Jonas Berding. Foto: az

Als Jens Paas in dieser 50. Minute eine Flanke von Jan-Niklas Barden an die Hand sprang und der Schiri auf den Punkt zeigte, ahnte auch Denis Koopmann, dass es jetzt noch einmal eng werden könnte. „Wir sind nicht gut reingekommen in die zweite Halbzeit, wie auch schon zu Beginn des Spiels“, gab der DJK-Trainer zu. Aber er durfte aufatmen, als Unglücksrabe Höing zu hoch zielte. Die Coesfelder fanden danach schnell zu ihrer Sicherheit zurück und fuhren die nächsten drei Punkte für den Klassenerhalt sicher nach Hause.

Dabei war der SV zunächst besser in die Partie gekommen und nicht unverdient in der 16. Minute in Führung gegangen, als Jan-Niklas Barden den Ball in die Mitte gepasst und Alex Höing vollendet hatte. Allerdings fiel nur vier Minuten später der Ausgleich: Über Marcel Dreier und Johannes Hähner kam der Ball in den Strafraum, wo Cedric Pollmeier humorlos zum 1:1 unter die Latte traf. „Bis dahin haben wir es gut gemacht, danach lief nichts mehr“, schüttelte Marco Streuff den Kopf. „Wir hatten keine Anspielstationen mehr, die Räume für den Gegner sind viel zu groß geworden.“

Das nutzten die Eintrachtler eiskalt aus, die neben Marius Borgert und Hendrik Schüer mit Kai Hemsing, Bastian Domeier, Jonas Berding und Tim Herbstmann weitere Kicker aus dem Landesliga-Kader aufgeboten hatten. „Wir hatten eine gute Qualität auf dem Platz“, lächelte Denis Koopmann. „Das gibt auch den anderen Jungs viel Sicherheit.“ Immer wieder schafften sie es, 35, 40 Meter vor dem SV-Tor die Bälle zu gewinnen – und dann ging es schnell. Erst legte Marcel Dreier einen Pass punktgenau durch die Kette auf Marius Borgert, der zum 1:2 traf (27.). Dann nutzte Cedric Pollmeier einen weiteren Ballgewinn zum 1:3 (36.).

Für die endgültige Entscheidung sorgte erneut Pollmeier in der 69. Minute mit einem feinen Volleyschuss. Das 1:5 legte er vor, Joker Andree Dörr vollendete (78.). Und damit war die SV-Reserve letztlich noch gut bedient, denn trotz der fünf Treffer war die Chancenverwertung der Gäste ausbaufähig. „Wir haben viel zu viele klare Dinger ausgelassen“, fand Koopmann ein kleines Haar in der Suppe, und dem wollte sein Kollege Marco Streuff nicht widersprechen: „Eigentlich müssten wir als Dankeschön dafür noch einen Blumenstrauß nach Coesfeld schicken.“ 7 SV Gescher II – DJK Coesfeld-VBRS II 1:5; Tore: 1:0 Alexander Höing (16.), 1:1 Cedric Pollmeier (20.), 1:2 Marius Borgert (27.), 1:3 und 1:4 Cedric Pollmeier (36., 69.), 1:5 Andree Dörr (78.).

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5634786?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947787%2F947821%2F