Coesfeld    Karate der  Extraklasse

Coesfeld. Der ganze Aufwand ist enorm hoch. „Wir sind fünf Trainer, die unsere Leute auf die Westdeutschen Meisterschaften vorbereiten“, erzählt Reinhard Oergel, mit 53 Jahren der Alterspräsident im Team der SG Coesfeld 06, „wir stellen insgesamt 18 Teilnehmer.“ Ihm zur Seite stehen Pia Völker, Celina Stattrop, Lukas Büker, Robin Schulz und Nils Ameling, alle erfahrene und erfolgreiche Karatekas, die sich engagiert um die Nachwuchsgarde kümmern.

Von Ulrich Hörnemann
Coesfeld:    Karate der  Extraklasse
Bereit für den Großkampftag am Samstag (5.5.) in Halle 1 des Schulzentrums (von links): Pia Völker, Robin Schulz, Reinhard Oergel und Celina Stattrop. Foto: Ulrich Hörnemann

Die Karate-Abteilung, einst im TuS gegründet und jetzt in der SG 06 bestens integriert, feiert anno 2018 ihr 40-jähriges Bestehen. „Deshalb wollten wir die Titelkämpfe nach Coesfeld holen“, erklärt Pia Völker, deren Mutter Manuela Abteilungsleiterin ist, „das hat ja auch prima geklappt.“

Der Verband prüfte die Bewerbung und gab den Zuschlag. „Das wird eine Riesen-Veranstaltung“, betont Celina Stattrop, die neben dem Coaching ihrer Schützlinge selbst aktiv ist. „22 Vereine aus 18 Städten sind gemeldet“, berichtet Pia Völker, die auf eine volle Kulisse hofft: „Wir freuen uns auf viele Zuschauer, die sich die Sportart Karate aus nächster Nähe ansehen möchten. So oft wird auch keine Meisterschaft in Coesfeld geboten.“

Für die Karate-Abteilung der SG 06 ist der Samstag (5. Mai) Großkampftag. „Wir haben 120 Mitglieder“, sagt Pia Völker, „die meisten sind im Einsatz.“ Die einen aktiv, die anderen als fleißige Helfer im Hintergrund.

Es ist nicht das erste Mal, dass die SG 06 ein derartiges Event auf die Beine stellt. „2012 waren bereits die Landesmeisterschaften in Coesfeld“, erinnert sich Reinhard Oergel, dessen Söhne Kevin (24) und Jan (23) damals ebenfalls im Einsatz waren – und jetzt wieder. „Sie bilden eine Kata-Mannschaft.“ Dritter Mann ist Lukas Büker.

Das Trainer-Quintett ist zuversichtlich, dass die Lokalmataforen eine ordentliche Vorstellung zeigen werden. „Ich glaub’ schon, dass wir den ein oder anderen Podestplatz holen“, verkündet Reinhard Oergel optimistisch, „das Wichtigste ist aber, dass unsere Jungs und Mädels gute Leistungen abliefern und mit sich selbst zufrieden sind.“ Ob es fürs Podium reicht oder nicht, das hängt auch stets von der Auslosung ab. „Bist du in deiner Klasse der Zweitbeste und triffst gleich in der ersten Runde auf den Besten, kann es schnell vorbei sein.“ Natürlich ist die Konkurrenz bei einer Westdeutschen Meisterschaft auch ungleich größer als bei anderen Turnieren. „Wer hier antritt, verfügt über viel Erfahrung“, teilt Celina Stattrop mit.

Wenn die Titelkämpfe in heimischer Umgebung vorbei sind, folgt vier Wochen später der nächste Höhepunkt: die Deutschen Meisterschaften in Bochum. Pia Völker und Celina Stattrop haben sogar noch ein weiteres Ziel vor Augen: Die Prüfung zum Schwarzgurt. 2018 ist ein spannendes Jahr.

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