Coesfeld Bewährter Kader plus Nummer 10

Coesfeld. Das Programm hat es in sich. 33 Trainingseinheiten, dazu sechs Spiele – und am Ende sollen die Handballerinnen der DJK Coesfeld-VBRS topfit sein für die nächste Verbandsliga-Saison. Der große Vorteil: Sich komplett neu einspielen, sich neu erfinden müssen sie nicht. „Im Kader hat sich eigentlich nichts verändert“, kann Dirk Haverkämper auf das bewährte Personal setzen. Und alle gemeinsam freuen sie sich sogar auf eine Rückkehrerin, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken kann: Magda Hemker, die Regisseurin mit der Nummer 10, ist vom Auslandssemester in den USA zurückgekehrt.

Von Frank Wittenberg
Coesfeld: Bewährter Kader plus Nummer 10
Die Nummer 10 fliegt wieder im Trikot der DJK-VBRS: Spielmacherin Magda Hemker hat ihren Auslandsaufenthalt in den USA beendet und steht den DJK/VBRS-Handballerinnen wieder zur Verfügung. Foto: Frank Wittenberg

Seit einer Woche dürfen die DJK-Damen wieder schwitzen. Lang dauert die Vorbereitung bis zum Saisonstart am 8. September, aber das ist normal, sagt der Trainer: „Wir müssen immer beachten, dass die Hallen in den ersten drei Wochen der Sommerferien geschlossen sind.“ Aber auch diese Zeit wird wieder sinnvoll genutzt mit Spinning und gleich sechs Athletik-Einheiten mit Bernd Bohmert. „Die Zusammenarbeit mit unserer Leichtathletikabteilung funktioniert super“, freut sich Dirk Haverkämper. „Bernd macht das einfach klasse.“ Denn da werden auch mal ganz andere Muskeln beansprucht.

Während die Mannschaft nach dem ersten Findungsjahr in der Verbandsliga weiterentwickelt werden soll, wird der Trainer auch immer wieder auf den Nachwuchs setzen und die Talente einbauen. „Mit Sinn und Verstand“, kündigt er an. „Wir werden sie nicht verheizen.“ Maike Dieker und Jule Bömer haben in der vergangenen Saison schon bei den Damen mitgemischt – sie und vielleicht weitere Spielerinnen aus der weiblichen A-Jugend sollen wieder bei Bedarf dazustoßen. „Umso schöner ist, dass unsere A-Jugend in dieser Saison in der Oberliga spielt, da können sie viel lernen“, erklärt Haverkämper. In Absprache mit den Jugendtrainern sollen möglichst die gleichen Konzepte einstudiert werden.

Froh sind die DJK-Damen darüber, als „Grenzgänger“ wieder in die Staffel 2 der Verbandsliga eingruppiert worden zu sein: Die Fahrten gehen eher ins Ruhrgebiet und nördliche Sauerland statt nach Ostwestfalen. „Für uns deutlich angenehmer“, verweist Dirk Haverkämper auf die kürzeren Fahrtzeiten: „Nach Minden wären wir zweieinhalb Stunden mit dem Bus unterwegs, hier ist aber alles gut erreichbar.“ Und es gibt ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Weil die Oberliga-Absteiger allesamt in Verbandsliga-Staffel 1 eingeordnet werden, muss Vorwärts Wettringen rüberwechseln in Staffel 2. Für die Coesfelderinnen ein schönes Münsterland-Derby mehr – und das gleich am ersten Spieltag am Samstag (8. 9.) in eigener Halle. „Da geht’s gleich richtig zur Sache“, weiß der Trainer um die Stärke des alten Rivalen, der in der vergangenen Saison nur knapp den Oberliga-Aufstieg verpasst hat.

Die DJK-Damen wollen ihrerseits den nächsten Schritt in der Entwicklung machen. Was möglich ist, zeigt die Bilanz aus den vier Spielen gegen die beiden besten Mannschaften der vergangenen Saison: Stolze 7:1 Punkte haben sie gegen Meister ETSV Wotten und Vize Westfalia Kinderhaus geholt. „Insgesamt haben wir aber 17 Minuspunkte eingefahren“, sagt Haverkämper. An der Konstanz soll gearbeitet werden.

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