Gescher Rutschpartie in Dülmen

Gescher. Frank Schulz wusste nicht, was er sagen sollte. „Das war ein komisches Spiel“, meinte er nach dem Abpfiff, „ich bin doch ein wenig enttäuscht von der Dülmener Mannschaft, die nach dem Abstieg zusammen geblieben ist und eigentlich ein heißer Landesliga-Anwärter ist. Doch was sie hier und heute gezeigt hat, fand ich nicht so toll.“

Von Ulrich Hörnemann
Gescher: Rutschpartie in Dülmen
René Böing (rechts), der Turbo-Dribbler aus Gescher, war noch einer der Besten beim 1:3 in Dülmen. TSG-Akteur Tobias Korte (links) verlor das Gleichgewicht, als Böing seine Dribblings startete. Fotos: Ulrich Hörneman Foto: az

Das TSG-Team, das er vor Jahren noch in der Oberliga gecoacht hatte, landete dennoch einen 3:1-Erfolg gegen den SV Gescher. „Die ganze Woche ist blöd gelaufen“, erzählte Trainer Schulz, „wir sind mit dem allerletzten Aufgebot angereist.“ Dennis Schültingkemper hatte noch zur Mittagszeit sein Mitwirken abgeblasen. René Böing musste zwei Schmerztabletten schlucken, „weil er“, wie Schulz berichtete, „am Freitag einen vor den Knochen bekommen hatte“.

Nachdem Tobias Korte in der 12. Minute lediglich den Pfosten getroffen hatte, fiel drei Minuten später das 1:0 für die Hausherren auf kuriose Weise. Thomas Lanfer hatte den Neuner Alexander Kock im Zweikampf getroffen. Kock ging zu Boden. „Der Schiri hob den Arm“, so Schulz, „ließ aber weiterspielen.“ Die Gescheraner stutzten. Florian Schwarz nutzte die allgemeine Verunsicherung und erzielte die 1:0-Führung für den Favoriten TSG Dülmen.

Marius Upgang-Rotert hatte sofort in der 16. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, bekam allerdings den Ball nicht unter Kontrolle.

In die Kategorie Pleiten, Pech und Pannen gehört das 2:0 der Dülmener. Marco Ostendarp rutschte auf dem Kunstrasen aus. Navid Ahmad lief frei auf Keeper Alex Trogemann zu und schob ihm die Kugel in der 32. Minute quasi durch die Hosenträger ins Netz.

Nun wurde der gegnerische Druck immer größer. Alex Trogemann hielt, was zu halten war. Mario Espeter, der TSG-Mannschaftsführer, traf in der 39. Minute den Pfosten.

Nach einem Entlastungsangriff kam Florian Ploß in der 42. Minute im Sechzehner zu Fall. „Klarer Elfer“, wetterte Frank Schulz, „’Flo’ wurde am Fuß getroffen.“ Referee Banken hatte nichts Regelwidriges gesehen.

Das 0:3 durch Alexander Kock in der 56. Minute leiteten die Gescheraner selber ein. Thomas Lanfer verkürzte in der 70. Minute auf 1:3. Weitere Möglichkeiten von René Böing und Marius Upgang-Rotert wurden ausgelassen. So blieb es beim 1:3 7 TSG Dülmen - SV Gescher 3:1; Tore: 1:0 Florian Schwaez (10.), 2:0 Navid Ahmad (32.), 3:0 Alexander Kock (56.), 3:1 Thomas Lanfer (70.)

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