Kreisliga A: Westfalia Osterwick setzt auch in der kommenden Saison auf Spielertrainer Zoui Allali
Fußball mit System statt Gebolze

Osterwick. Flexibel sollen sie sein, das steht für ihn im Vordergrund. Viererkette, logisch, aber gerne auch mal deutlich offensiver ausgerichtet mit Dreierkette und zwei Stürmern wie am Sonntag gegen die DJK/VBRS-Reserve. „Die Jungs sollen verschiedene Spielsysteme kennen und beherrschen“, sagt Zouhair Allali, den alle nur „Zoui“ nennen. „Daran arbeiten wir intensiv.“ Und diese Arbeit wird auch in der kommenden Saison 2014/15 fortgesetzt, denn Allali bleibt Spielertrainer beim A-Kreisligisten Westfalia Osterwick.

Montag, 17.03.2014, 17:24 Uhr

Die endgültige Entscheidung hat sich lange hinausgezogen, aber das ist für die Verantwortlichen nicht ungewöhnlich. „Wir haben detailliert besprochen, wohin wir wollen“, erklärt Daniel Kramer, der gemeinsam mit Thomas Schräder immer einen engen Kontakt zum Trainer hält. „Es geht uns nicht um die reinen Ergebnisse, sondern um die Entwicklung.“ Und da sei die Westfalia mit Zoui Allali und seinen Konzepten auf einem sehr guten Weg.

Natürlich sind sie im Vorfeld als Topfavorit auf den Titel in der A-Liga gehandelt worden. Und selbstverständlich will niemand leugnen, dass die Osterwicker gerade in der Anfangsphase der Saison zu viele Punkte haben liegen lassen, sodass Adler Buldern sich einen komfortablen Vorsprung erarbeiten durfte. „Mir geht es nicht allein um die Ligazugehörigkeit, sondern um meine Arbeit“, betont der Trainer, der im vergangenen Sommer vom Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel gekommen ist. An der Viererkette haben sie gefeilt, am perfekten Verschieben. Ebenso gehe es darum, ein System wie am Sonntag gegen DJK Coesfeld II zu verinnerlichen, in dem auf extrem viel Ballbesitz gesetzt werde. „Da kann noch nicht sofort alles funktionieren“, wirbt Allali um Geduld. Gerade gegen extrem defensiv eingestellte Gegner, die mit Mann und Maus verteidigen, haben sie sich bisweilen schwer getan – während sie im Kreispokal mit spektakulären Auftritten gegen klassenhöhere Gegner eindrucksvoll demonstriert haben, welches Potenzial in ihnen steckt. Verdienter Lohn ist der Einzug ins Pokalfinale gegen den Westfalenligisten SpVgg. Vreden.

Zoui Allali, dessen Eltern aus Marokko kommen, geht konsequent seinen Weg. „Die Aufstellung geht bei ihm nur über die Trainingsbeteiligung“, sagt Thomas Schräder. „Er fordert es ein, und es funktioniert.“ Und mit dieser akribischen Arbeit gelingt es dem „Sechser“, seine Jungs immer besser zu machen – auch die, die aus unteren Ligen kommen. „Ein Tobias Lanfers oder Johannes Sicking aus der zweiten Mannschaft oder ein Ulrich Wirtz aus der A-Jugend zeigen jetzt ihr Potenzial“, freut sich Daniel Kramer.

Entscheidend für das Ja-Wort war allerdings die Gewissheit, dass der Kader zum allergrößten Teil zusammenbleibt. Fragezeichen stehen lediglich hinter Christian Kerkering, der mittlerweile in Darup wohnt, und Timo Mevenkamp, auf den dank seiner überragenden Auftritte auch höherklassige Vereine aufmerksam geworden sind. „Da müssen wir abwarten“, sagt Allali. Stichtag 30. Juni, vorher ist alles Spekulation. Dass es punktuell Verstärkungen von außerhalb geben kann, will er nicht ausschließen. Aber das Gerüst der Westfalia bleibt aus Osterwick.

In welcher Liga sie in der kommenden Saison auf Punktejagd gehen, ist für den 32-Jährigen zweitrangig. Ganz abgeschrieben haben sie den Bezirksliga-Aufstieg noch nicht. „Abgerechnet wird am Ende“, betont Allali. „Allerdings kommen noch einige Kracher auf uns zu, zum Beispiel am nächsten Sonntag der VfL Billerbeck.“ Im Vordergrund bleibt die Entwicklung und der Spaß, den er mit den Jungs auf dem Weg dorthin hat. „Ich will für interessanten Fußball stehen“, verspricht Zoui Allali. „Bei mir gibt es kein Gebolze.“

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