Kreisliga A: In Unterzahl kassiert Westfalia Osterwick noch das 2:2 gegen Adler Buldern Big Points knapp verpasst

Osterwick. Die Big Points lagen schon auf dem Silbertablett. Den Deckel hätten sie nur noch draufmachen müssen, aber die Osterwicker gingen zu fahrlässig mit ihren hochkarätigen Möglichkeiten um. „Trotzdem bin ich megastolz auf meine Jungs“, versichert Engin Yavuzaslan – auch wenn die Westfalia in Unterzahl noch den 2:2-Ausgleich gegen Adler Buldern hinnehmen musste und so die große Chance verpasste, den Rückstand auf einen Zähler zu verkürzen.

Von Frank Wittenberg
Kreisliga A: In Unterzahl kassiert Westfalia Osterwick noch das 2:2 gegen Adler Buldern : Big Points knapp verpasst
Knapp gescheitert an Adler-Torwart Fabian Püth ist Daniel Richter in dieser Szene – später überwand er den Schlussmann per Kopf. Foto: az

Megastolz – das bezog sich allerdings lediglich auf die zweite Halbzeit, in der die Osterwicker den Tabellenführer beinahe an die Wand spielten. Acht erstklassige Torchancen standen am Ende dieser 45 Minuten auf dem Zettel, von denen aber nur zwei im Netz landeten. Letztlich zu wenig, weil die Gastgeber zunächst einem Rückstand hinterherlaufen mussten. „Vor der Pause waren wir überhaupt nicht im Spiel“, gab der Trainer zu, der nur vier Wochen nach seiner schweren Verletzung sein Blitz-Comeback feierte.

Ein Kopfball von Daniel Richter nach Freistoß von Timo Mevenkamp, der knapp am Tor vorbeistrich, diese Aktion nach drei Minuten blieb für lange Zeit der letzte gefährliche Auftritt vor dem Adler-Tor. Denn danach hatte Buldern keine Mühe, die Versuche zu unterbinden und selbst immer wieder gefährlich nach vorne zu spielen. „Wir waren schwerfällig und ohne den letzten Willen“, schüttelte Yavuzaslan den Kopf. „Wir haben den Gegner unnötig stark gemacht.“ Völlig verdient gingen die Gäste in der 25. Minute in Führung, nachdem Engin Yavuzaslan den Ball verloren und Leon Rademacher auf den Kopf des völlig freistehenden Omar Mustapha geflankt hatte. Nur 0:1 hieß es zur Pause, weil Jan-Simon Wilmer sein Team gegen Lucas Werner (43.) und Jan Humberg (45.) vor weiteren Gegentreffern bewahrt hatte.

Aus der Kabine kam aber eine völlig verwandelte Westfalia-Mannschaft. Schon die erste Großchance, mit der Pascal Leipelt aus sechs Metern an Torwart Fabian Püth scheiterte (49.), läutete den Sturmlauf ein. „Das war endlich so, wie ich mir meine Mannschaft vorstelle“, lobte der Trainer sein Personal, das noch in Person von Luis Lammers (51.) und Pascal Leipelt (56.) gute Möglichkeiten ausließ. Als Tobias Paschert in der 57. Minute eine Ecke von Timo Mevenkamp aufs Tor köpfte und Kevin Drees auf der Linie klärte, versenkte Luis Lammers den Nachschuss zum 1:1. Und nach einer Monsterchance für Lammers und Benny Raabe (60.) war es Daniel Richter, der einen Mevenkamp-Freistoß per Kopf zum 2:1 ins Netz verlängerte (67.).

Die Führung brachte die Westfalia allerdings nicht ins Ziel. Nach einer gelb-roten Karte gegen Engin Yavuzaslan (76.) nutzten die Gäste einen Standard zum Ausgleich: Ein Freistoß segelte in den Strafraum, wo erneut Omar Mustapha per Kopf traf. Im Titelrennen bleibt also alles unverändert – mit Vorteilen für Adler. 7 Westfalia Osterwick – Adler Buldern 2:2; Tore: 0:1 Omar Mustapha (25.), 1:1 Luis Lammers (57.), 2:1 Daniel Richter (67.), 2:2 Omar Mustapha (85.).

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