Nach dem Viertelfinal-Aus hakt Westfalia Osterwick den Pokal ab / 0:3 gegen Spielvereinigung Vreden Meisterschaft hat absoluten Vorrang

Osterwick. Das Buch ist zu. „Die Pokal-Geschichte ist jetzt abgehakt“, meinte Engin Yavuzaslan nach dem Aus gegen die Spielvereinigung Vreden, „ab sofort gilt wieder die volle Konzentration der Meisterschaft.“ Da warten bis zur Winterpause noch „zwei Mammutaufgaben“ (O-Ton Yavuzaslan) auf seine Mannschaft. „Erst Billerbeck, dann Legden“, blickte der Osterwicker Spielertrainer in die nahe Zukunft.

Von Ulrich Hörnemann
Nach dem Viertelfinal-Aus hakt Westfalia Osterwick den Pokal ab / 0:3 gegen Spielvereinigung Vreden: Meisterschaft hat absoluten Vorrang
Zweikampf über der Grasnarbe: Nils Borgert (vorn) und der gebürtige Coesfelder Romario Wiesweg balgen sich um die Kugel. Fotos: Ulrich Hörnemann Foto: az

Die Hausherren hielten im ersten Durchgang prima mit. Dass die Gäste als Tabellenzweiter der Westfalenliga drei Klassen höher spielen, war nicht erkennbar. „Wir hatten einen ambitionierten Gegner, der in die Oberliga will und da auch hingehört“, meinte Engin Yavuzaslan, „doch wir haben uns richtig geil verkauft.“ Mega-stolz war er auf seine Truppe, „die mutig mitgespielt hat“, wie Yavuzaslan feststellte.

Aussichtsreiche Möglichkeiten gab es für den Spitzenreiter der Kreisliga A durch Jan Kröger (2 x) und Tobias Lanfers. Mal scheiterten sie am aufmerksamen Keeper Riccardo Ottink, mal fehlten ihnen die nötige Präzision im Abschluss.

Das Führungstor in diesem Viertelfinal-Match ging auf das Konto von José Paul Zuniga Morillo, wie der gebürtige Kolumbianer mit vollem Namen heißt. Noch vor der Pause, genau genommen in der 38. Minute, versetzte Morillo die Osterwicker Nr. 1, Florian Prause. „Die erste Chance und gleich ein Treffer – das zeichnet einen Klassemann aus“, lobte Engin Yavuzaslan den Knipser, der eiskalt vollstreckte. „Das war aber eine klare Abseitsstellung, mindestens ein Meter“, tadelte er den Unparteiischen Alexander Wensing, dem der Billerbecker Timo Wurbs und Marc Plümer assistierten.

Nach dem Seitenwechsel packten die Vredener eine zweite „Bude“ drauf. Romario Wiesweg, 22 Jahre, einst bei der SG Coesfeld 06 groß geworden, ehe er 2011 zum SC Preußen Münster wechselte und im Sommer 2016 zur SpVgg. Vreden, erhöhte in der 49. Minute auf 2:0. Wiesweg, der Achter, sorgte für die Vorentscheidung.

Die Osterwicker legten sich zwar weiterhin tatkräftig ins Zeug. „Mit großer Leidenschaft und hohem Laufpensum haben wir dagegengehalten“, freute sich der Chef über das Engagement seines Personals, „hundertprozentige Chancen hatten wir in der zweiten Hälfte allerdings nicht mehr.“

In der 90. Minute erhöhte der Favorit gegen den Außenseiter auf 3:0. Frank Rose, kurz zuvor für Morilla eingewechselt, traf in der 90. Minute ins Osterwicker Netz. „Das war ein schönes Pokalspiel. Doch nun isses gut gewesen“, bilanzierte Engin Yavuzaslan und war heilfroh, dass sich keiner verletzt hatte. „Bei Timo Mevenkamp hat die Muskulatur zugemacht. Deshalb haben wir ihn rausgenommen. Reine Vorsichtsmaßnahme.“ 7 Westfalia Osterwick - SpVgg. Vreden 0:3; Tore: 0:1 José Paul Zuniga Morillo (38.), 0:2 Romario Wiesweg (49.), 0:3 Frank Rose (90.)

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