Motorsport
Starke Jungspunde und ein «seltsamer» Formel-1-Auftakt

Zwei Neulinge in den Punkten, einer sogar auf dem Podium. Acht Autos schaffen es nicht ins Ziel. Kaum Überholmanöver, überschaubare Action. War der Auftakt in Australien ein Vorgeschmack auf die kommenden 18 Saisonrennen der Formel 1?

Montag, 17.03.2014, 13:04 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 17.03.2014, 11:15 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.03.2014, 13:04 Uhr

Melbourne (dpa) - Der Start in die neue Turbo-Ära der Formel 1 hat bei weitem nicht alle überzeugt. «Das Rennen war sehr seltsam», befand Ferrari-Star Fernando Alonso nach dem Großen Preis von Australien treffend.

Immerhin: Das von vielen befürchtete Chaos auf der Strecke blieb aus. Dennoch herrschte Aufruhr unter den australischen Fans, das Fahrerlager teilte sich zwischen Jubel und Defekt-Trübsal. Eine erste Bilanz.

Was gut ankam:

Neuer Sieger: Die Formel Vettel ist fürs erste Geschichte. Nach neun Erfolgen des hessischen Red-Bull-Piloten in Serie durfte in Nico Rosberg erstmals wieder ein anderer aufs oberste Treppchen.

Neues Podium: Auch wenn Daniel Ricciardo später disqualifiziert wurde: Der Australier und der dänische McLaren-Neuling Kevin Magnussen sorgten für frische Gesichter auf dem Podest.

Neuer Punktefahrer: Der Russe Daniil Kwjat löste Vettel als jüngster Pilot mit Punkten in der Formel 1 ab. Klasse-Debüt im Toro Rosso. Erstmals zweistellig punktete Valtteri Bottas im Williams (5.).

Neue Hackordnung: Dass keiner mit der 2 antritt, ist sinnbildlich. Bei Red Bull stahl Ricciardo Vettel die Show, bei McLaren kam Magnussen vor Jenson Button an, Bottas schlug Felipe Massa.

Was nicht gut ankam:

Neue Technik: Sieben Autos schafften es aufgrund technischer Schäden nichts ins Ziel. Eines wurde in einen Unfall verwickelt, unterm Strich acht Ausfälle. Vor einem Jahr: nur halb so viele.

Neuer Sound: Für Vettel wie ein «Staubsauger». Auf der Geraden bei Topspeed geht's noch, in Kurven wird's ganz leise. Selbst ein Doppelsitzer für Taxifahrten vermittelte mehr Formel-1-Power.

Neue Power: Die Turbomotoren mit dem Hybridsystem sind vielen leistungsmäßig zu schwach. Ein Vergleich: Schnellste Rennrunde Rosberg: Im Schnitt 206,4 Km/h. 2013 schaffte Kimi Räikkönen 213,8.

Neuer Rennverlauf: Hätte Magnussen zum Beispiel Ricciardo noch auf der Strecke vom zweiten Platz verdrängen können? Einen Versuch ist es nicht mehr unbedingt wert: Es droht sonst das Benzin auszugehen.

Neues Endergebnis: Fünf Stunden will niemand auf ein offizielles Ergebnis warten. Die meisten hatten längst abgeschaltet, da wurde das Siegerpodium in Australien neu aufgestellt.

Was nun kommt?

Neue Herausforderung: Im kommenden Rennen dürften die Teams vor neuen Problemen stehen: Wie wirkt sich die extreme Schwüle von Malaysia auf die Elektronik und die Batterien im Auto aus?

Neue Erkenntnis: Australien-Sieger Rosberg reist nach eigener Aussage erstmals zu einem Rennen mit dem Wissen: Mit dem Auto kann ich die nächsten Rennen um Pole und Sieg fahren.

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