Tennis-Trio erfolgreich
Mischa Zverev fordert Federer in Stuttgart

Für Jan-Lennard Struff ist das Rasen-Turnier in Stuttgart schnell beendet. Überraschend muss sich der 28-Jährige einem deutschen Tennis-Talent geschlagen geben. Auch ein deutscher Routinier startet erfolgreich. Auf Mischa Zverev wartet nun ein besonderes Duell.

Montag, 11.06.2018, 18:10 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 11.06.2018, 18:08 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 11.06.2018, 18:10 Uhr
Rudi Molleker setzte sich in Stuttgart gegen Jan-Lennard Struff durch. Foto: Daniel Bockwoldt

Stuttgart (dpa) - Volleyspezialist Mischa Zverev hat das interessante Achtelfinal-Duell mit Tennis-Topstar Roger Federer beim Rasen-Turnier in Stuttgart perfekt gemacht.

Mit dem umkämpften 7:6 (7:5), 6:3 gegen den russischen Qualifikanten Michail Juschni zog der Hamburger als dritter deutscher Tennisprofi nach Routinier Florian Mayer und Talent Rudolf Molleker in die zweite Runde ein und sicherte sich die besondere Herausforderung gegen den Schweizer.

«Hoffentlich schaffe ich es, bis Mittwoch mein bestes Tennis auf die Reihe zu kriegen. Dann wird es hoffentlich ein gutes Match», sagte der 30-Jährige. Bislang hat Mischa Zverev alle fünf Duelle mit dem Rekord-Grand-Slam-Sieger verloren, nun will er zum Spielverderber für das Comeback des Schweizers nach einer rund zweieinhalb Monate langen Turnier-Pause werden. «Mal schauen, wie er sich hier fühlt. Natürlich denke ich, dass man in so einem Match mehr Chancen hat als wenn man im Halbfinale von Wimbledon gegen ihn spielt», sagte Zverev.

Auf die Sandplatz-Saison inklusive der French Open in Paris hatte Federer freiwillig verzichtet. «Die Auslosung ist hart. Beide sind für mich etwa gleich stark. Es wird eine erste Runde sein, die happig ist», hatte Federer vor dem Auftaktspiel von Mischa Zverev gesagt.

Vor dem Hamburger hatten am ersten Turniertag schon Mayer und Molleker ihre Aufgaben gemeistert. Der 17-jährige Molleker überraschte mit dem 6:4, 6:7 (5:7), 6:3 gegen Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff. «Ich habe von Anfang an gut aufgeschlagen und an meine Stärken geglaubt», sagte der 303. der Weltrangliste aus dem brandenburgischen Oranienburg, der mit einer Wildcard ins Hauptfeld gerückt war. Molleker trifft nun auf den an Position zwei gesetzten Titelverteidiger Lucas Pouille aus Frankreich.

Mayer setzte sich auf seiner Abschiedstournee ungefährdet gegen Wildcard-Inhaber Yannick Maden aus Stuttgart 6:4, 6:1 durch und bekommt es jetzt mit dem Augsburger Philipp Kohlschreiber oder dem Usbeken Denis Istomin zu tun. «Klar weiß ich, dass ich auf Rasen noch einige ärgern kann. Aber ich habe eigentlich keine Erwartungen mehr. Jeder Sieg ist für mich ein Erfolg mittlerweile», sagte der 34-Jährige. Mayer hatte angekündigt, nach den US Open seine Karriere beenden zu wollen.

Am Dienstag werden von den deutschen Profis noch Kohlschreiber und Paris-Achtelfinalist Maximilian Marterer erstmals ins Turnier eingreifen. Peter Gojowczyk musste seine Teilnahme wegen einer Hüftverletzung absagen.

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