Ex-Kunstberater
Helge Achenbach: Sein Handeln gibt ihm Rätsel auf

Mit seiner Vergangenheit als Kunstberater hat Helge Achenbach abgeschlossen. Noch aber gibt es einige unbeantwortete Fragen.

Sonntag, 10.06.2018, 16:02 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 10.06.2018, 15:59 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 10.06.2018, 16:02 Uhr
Helge Achenbach wollte mit den Großen mitspielen. Foto: David Young

Berlin (dpa) - Der ehemalige Kunstberater Helge Achenbach (66) rätselt noch immer über die Gründe, die ihn zum Millionenbetrug getrieben haben. «Ich wollte mit den Großen mitspielen», sagte er der «Welt am Sonntag».

Es sei «eine furchtbare Gemengelage aus Hochmut, Eitelkeit und Überheblichkeit» gewesen, gepaart mit Missgunst und Gier. «Aber eine wirklich grundlegende Antwort auf die Frage, warum ich das getan habe, habe ich immer noch nicht gefunden.»

Achenbach war wegen Millionenbetrugs an reichen Kunden zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe wurde er am vergangenen Mittwoch auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen.

Für die Kunstberatung, die er in Deutschland als einer der ersten eingeführt hatte, hat Achenbach heute nichts mehr übrig. «Wer braucht schon Art Consulting? Nur die Menschen, die keine Ahnung haben und Kunst als Spekulation verstehen.» Das Kunstsammeln verkomme immer mehr zum Spekulantentum.

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