Arbeit
Männer sind beim Arbeitsschutz häufig zu nachlässig

Bonn (dpa/tmn) - Männer gehen bei der Arbeit häufig zu hohe Risiken für die Gesundheit ein. «Viele agieren nach dem Motto: Unfälle passieren anderen, mir nicht», sagt Andreas Tautz von der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin.

Montag, 17.03.2014, 10:20 Uhr

Das Thema Arbeitsschutz nehmen Männer häufig nicht so wichtig. Ursache dafür sei häufig ein traditionelle Rollenverständnis: Harte Männer haben keine Angst und nehmen keine Rücksicht auf ihr Wohlbefinden.

Das zeigt sich zum Beispiel in der Pflege: Während weibliches Personal bei körperlich anstrengenden Aufgaben Kollegen um Hilfe bittet, erledigen männliche Mitarbeiter sie oft allein. Nach einigen Jahren leiden viele dann unter Rückenproblemen. «Männer müssen lernen: Wenn sie vorhandene Tragehilfen nutzen oder jemanden hinzurufen, geben sie sich keine Blöße, sondern übernehmen Verantwortung für ihre Gesundheit», erläutert Tautz .

Egal, ob die Leiter wackelig steht oder die Schutzbrille gerade nicht zur Hand ist: Männliche Beschäftigte sollten hier keine Risiken eingehen, rät Tautz. Stattdessen achten sie besser darauf, dass sie ihre Schutzkleidung regelmäßig tragen - und Hilfsmittel wie Tragehilfen benutzen.

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