Gegen den Trend Die neue «Seabourn Ovation» ist ein Schiff für Paare

Der Morgen beginnt im Marmorbad, abends speisen Passagiere auf der privaten Veranda, und beim Digestif können sie in der «Observation Bar» Sterne beobachten. Die «Seabourn Ovation» soll Luxusurlauber ansprechen. An erster Stelle stehen nicht Familien, sondern Paare.

Von dpa
Vor allem auf Passagiere 45plus setzt das neue Kreuzfahrtschiff «Seabourn Ovation».
Vor allem auf Passagiere 45plus setzt das neue Kreuzfahrtschiff «Seabourn Ovation». Foto: Hilke Segbers

Hamburg (dpa/tmn) - Marmor im Bad, Dinner auf der privaten Veranda, Spezialitäten vom Sternekoch - die neue «Seabourn Ovation» ist ein Schiff für Luxusreisende. Und gegen den Branchentrend blickt die amerikanische Reederei Seabourn nicht auf Familien, sondern will mit ihrem Angebot vor allem Paare ansprechen.

«Unsere Zielgruppe ist 45 plus», sagte Francisco Sánchez, National Account Manager für Deutschland, Schweiz und Österreich, in Hamburg. «Und zwar eher Paare, internationales Publikum - weniger Kinder.» Die Hansestadt war der erste deutsche Hafen, den das vor kurzem in Malta getaufte Schiff anlief.

Die Gäste erwartet ein elegantes Schiff mit viel Platz, maximal fasst es 604 Passagiere. Immerhin ist die «Seabourn Ovation» 210 Meter lang, 28 Meter breit und ragt zwölf Decks empor. Kapitän des Schiffes und Chef der 400 Mann starken Besatzung ist der Norweger Stig Betten. Alle 302 Suiten haben eine private Veranda, auf denen die Gäste auch ihr Dinner einnehmen können - ohne Aufpreis. Die kleinste Kabine ist 28 Quadratmeter groß, die größte 120 Quadratmeter. Alle haben einen begehbaren Kleiderschrank, ein Marmorbad mit Badewanne und eine separate Duschkabine - auf einem Kreuzfahrtschiff keine Selbstverständlichkeit.

Eingerichtet wurde die «Seabourn Ovation» vom renommierten Hotel- und Restaurantdesigner Adam D. Tihany, der für das Schiff auf moderne Formen in warmen Sand- und Seefarben gesetzt hat. «Tihanys Ziel war es, das Ambiente eines Luxusresorts zu schaffen, das den zusätzlichen Bonus bietet, alle Weltmeere zu bereisen», sagte Sánchez. Tihany hatte schon das 2016 getaufte Schwesterschiff «Seabourn Encore» gestaltet. 1600 Kunstwerke sind an Bord, von 120 verschiedenen Künstlern. Gebaut wurde die «Ovation» wie ihr Schwesterschiff auf der italienischen Fincantieri-Werft.

Fünf Restaurants gibt es an Bord. Wer gerne an der frischen Luft speist, kann das à la Carte im Open-Air-Restaurant «Earth & Ocean at the Patio» tun. High-End-Küche wird im Spezialitätenrestaurant «The Grill by Thomas Keller» gereicht, das in Kooperation mit dem amerikanischen Sternekoch arbeitet. «Keller ist der erste und einzige amerikanische Koch, der gleichzeitig drei Michelin-Sterne für zwei seiner Restaurants erhalten hat», so Sánchez. Den Digestif kann der Passagier dann in der «Observation Bar» auf Deck neun zu sich nehmen. Durch dessen Skylight-Dach lassen sich nachts die Sterne beobachten.

Die «Seabourn Ovation» ist das fünfte Schiff der Seabourn-Flotte. In seiner Premierensaison ist es in Nordeuropa unterwegs. Auf dem Programm stehen zunächst siebentägige Fahrten auf der Nord- und Ostsee zwischen Kopenhagen und Stockholm sowie einige besondere Routen, zum Beispiel zu Norwegens Fjorden. Aber die Schiffe von Seabourn sind weltweit auf allen Kontinenten unterwegs. Eine zwölftägige Reise etwa nach Spanien und Marokko kostet all-inclusive ab 2999 Euro ohne Anreise. Die Bordsprache ist Englisch.

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