Tiere Ängstliche Artgenossen: Wie Halter ihrem Hund Mut machen

Hofheim (dpa/tmn) - Winselt ein Hund bei Begegnungen mit Artgenossen und zieht den Schwanz ein, sollte der Halter ihn in Schutz nehmen. Das rät Tina Schatz vom Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater.

Von dpa
Wer einen ängstlichen Hund hat, muss unter Umständen zu einer Notlüge greifen. Foto: Wolfram Steinberg
Wer einen ängstlichen Hund hat, muss unter Umständen zu einer Notlüge greifen. Foto: Wolfram Steinberg Foto: dpa

Winseln und eingezogener Schwanz - dieses Verhalten bei Hunden sei ein deutliches Zeichen für Angst und Unsicherheit, das die Halter ernst nehmen müssen. Notfalls sollten sie den Halter des anderen Hundes bitten, sein Tier anzuleinen. «Hier hilft oft eine Notlüge, etwa dass mein Hund Flöhe oder Zwingerhusten hat», sagt Schnatz. Besitzer von lebhaften Tieren nehmen diese nämlich nur ungern an die Leine.

Die Straßenseite zu wechseln oder anderen Hunden nicht auf schmalen Wegen zu begegnen, sind weitere sinnvolle Erste-Hilfe-Maßnahmen. Langfristig sollten die Halter ihren Hund jedoch an die Gegenwart von Artgenossen gewöhnen.

Mehr Selbstvertrauen bekommt der Vierbeiner, wenn er zunächst nur mit angeleinten, sehr ruhigen Hunden in Kontakt kommt. Dabei sollte er sich frei bewegen dürfen. Spielgruppen auf eingezäunten Wiesen sind dagegen ein Horrorszenario für ein ängstliches Tier: Hier hat es keine Rückzugsmöglichkeit und ist wilderen Tieren schutzlos ausgeliefert.

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