Billerbeck
Auf dem Weg zum Drogeriemarkt

Billerbeck. Kommt ein Drogeriemarkt nach Billerbeck? Siedelt er sich in der Innenstadt an? Ist es Rossmann? Antworten auf diese Fragen gibt es von offizieller Seite noch immer nicht, aber der Satdtentwicklungs- und Bauausschuss hat am Donnerstagabend einen großen Schritt zur Ansiedlung einer Drogerie im ehemaligen Schlecker XXL an der Kurze Straße gemacht. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für die Neugestaltung eines barrierefreien Übergangs zwischen dem Edeka-Parkplatz und dem Rathausparkplatz aus und zwar so, wie das Planungsbüro Lohaus und Carl ihn erarbeitet und in der Sitzung präsentiert hat. Dass der Rat dem am 21. Mai ebenfalls zustimmt gilt als sicher.

Sonntag, 06.05.2018, 11:02 Uhr

So soll sich nach aktuellem Stand der Planungen der Eingangsbereich eines neuen Drogeriemarktes darstellen. Der Blick ist aus Richtung des Edeka-Eingangs. Der Anbau würde neu entstehen. Rechts ist die Anlage angedeutet, die mit Stufen zum Gehen und Sitzen und einer Rampe rauf zum Rathausparkplatz führen soll. Skizze: Planungsbüro Lohaus und Carl Foto: az

Dass es nur mit dieser Entscheidung überhaupt die Chance für eine Drogerie an dieser Stelle gibt, machte Bürgermeisterin Marion Dirks vor der Abstimmung sehr deutlich: „Die Kausalität muss uns allen klar sein“, so Dirks. „Es wird keinen Mietvertrag geben, ohne dass wir diesen Übergang herstellen“, so Dirks. „Umgekehrt gilt aber auch, dass wir, wenn wir keinen gültigen Mietvertrag vorliegen haben, den Umbau nicht durchführen werden.“

Bei früheren Verhandlungen hatte die Firma Rossmann immer wieder deutlich gemacht, dass sie großes Interesse daran hat, an einen vorhandenen Frequenzbringer anzudocken. Mit den Umgestaltungsplänen entsteht nun zwischen dem Edeka und einem neuen Drogeriemarkt eine räumliche und optische Beziehung, die die Übergange für die Kunden vom einen Markt zum anderen attraktiv macht.

Attraktiv fanden auch die Ausschussmitglieder die Skizzen, die das Büro Lohaus und Carl präsentierte und die an die Entwürfe anknüpfen, die Prof. Irene Lohaus schon Ende 2014 im Zuge der damaligen Innenstadt- und Drogerie-Diskussion erarbeitet hatte. Weil angesichts des großen Höhenunterschieds auf dem Gelände die Maßnahme als Beitrag zur Barrierefreiheit gilt, waren bereits damals im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts für die Innenstadt Fördermittel in Höhe von 60 Prozent für die mit 500 000 Euro bezifferte Maßnahme bewilligt worden. Mit welchen tatsächlichen Kosten für die Stadt nach den leicht veränderten Planungen zu rechnen ist, wird im nächsten Planungsschritt genau ermittelt, beantwortete Fachbereichsleiter Gerd Mollenhauer eine Frage von Thomas Schulze Temming (CDU). Wegen der Förderung stünden noch Gespräche mit der Bezirksregierung aus.

Dr. Rolf Sommer (Grüne) fragte nach der geplanten Anzahl der Parkplätze. „Es sind ausreichend Stellflächen vorhanden“, versicherte Stadtplanerin Michaela Besecke. Auch für die früher in der Immobilie Kurze Straße 2 ansässigen Märkte seien ja Kundenparkplätze konzipiert gewesen. Bürgermeisterin Marion Dirks nannte die Parksituation ebenfalls entspannt, stellte aber in Aussicht, dass die jetzt noch frei nutzbaren Flächen auf dem Rathausparkplatz demnächst bewirtschaftet werden müssten. Thomas Walbaum (SPD) fand es reizvoll, dass nicht ein großer Kundenparkplatz entsteht wie bei anderen Märkten oft zu sehen, sondern meinte, dass mehrere kleine Stellflächen mit Grün und anderen Gestaltungselementen für die Innenstadt sehr passend seien. Kommentar und weitere Ansichten in der Printausgabe vom Samstag

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