Billerbeck
Ein tierisch gutes Programm

Billerbeck. Auf die Plätze, fertig, los – ab ging die wilde Hatz. Kaum hatte Bürgermeisterin Marion Dirks die Starterfahne gesenkt, da sausten die Mädchen und Jungen auf ihren Laufrädern auch schon los. Schnell wie der Wind rollten sie vom Start am Rathaus die Straße hinab ins Ziel. Sie und auch die Erwachsenen hatten gestern viel Spaß, als es hieß: „Gans Billerbeck federt mit“. Das Fest war wieder ein echter Besuchermagnet, nicht nur wegen des Laufradrennens oder der Gänseschar, die traditionell ihren Weg durch die Stadt nahm.

Sonntag, 17.06.2018, 19:04 Uhr

Im Gänsemarsch durch die Fußgängerzone: Der Spaziergang der Federtiere hat Tradition bei Gans Billerbeck und begeistert das Publikum jedes Jahr aufs Neue. Fotos: Iris Bergmann Foto: az

Was die Organisatoren von „Billerbeckerleben“ wieder auf die Beine gestellt hatten, war so bunt wie die Besucherschar, die in die Domstadt gekommen war. Vor allem das Wetter war perfekt: „Nicht so heiß wie vergangenes Wochenende“, freute sich Marion Dirks.

Neben Modeschmuck, Leder- und Textilwaren waren auch Kunsthandwerkerstände zu bestaunen, die Einblick in fast vergessene Handwerkskunst boten: Klöppeln, Spinnen, Drechseln oder Weidekorbflechten. Aber auch für die hausgemachten Leckereien wie Marmeladen, Liköre, Käse oder münsterländische Spezialitäten ließen sich die Gäste gern begeistern: „Probieren Sie doch mal, ist sehr lecker“, so einer der Wurstverkäufer und reichte prompt ein Stück über den Tresen. Überhaupt waren die Stände, die Leckeres für den Gaumen boten, ab der Mittagszeit umlagert und hatten nicht selten lange Schlangen hungriger Gäste, die geduldig auf krosse Bratwurst und Pommes warteten. „So zwischen 40 und 50 Aussteller dürften es sein“, wusste Sabine Zurholt vom Orgateam.

Den kleinen Besuchern stand neben Essen aber eher der Sinn nach Action. 50 Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und fünf Jahren waren es, die sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen auf ihren Laufrädern boten. Sieger waren am Ende jedoch alle und bekamen auf der großen Bühne am Dom ihre verdiente Medaille. Später dann war der eine oder andere Rennradler beim Tanzen zu Kindermusik zu sehen. Das Ponyreiten rund um die Johanniskirche stand bei Mädchen hoch im Kurs. Die großen und kleinen Jungs waren eher auf einem der Oldtimertrecker zu finden, die auf dem Kirchplatz ausgestellt waren.

Dem Höhepunkt des Stadtfestes fieberten dann wieder alle entgegen: Der Marsch der etwas aufgeregten Gänseschar. „Achtung, die Gänse kommen“, rief so mancher und sprang zur Seite, denn die Tierchen waren schneller als gedacht. So watschelten sie schnatternd vom Rathaus über die Lange Straße bis zum Johanniskirchplatz. Standesgemäß eskortiert von den Kiepenkerlen und vielen nicht minder aufgeregten Kindern.

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