Billerbeck
Immer mehr Vorsorge-Muffel

Kreis Coesfeld. Krebs ist bei Männern und Frauen nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache. Umso verwunderlicher ist es, dass das Angebot der gesetzlichen Krankenkassen zur Früherkennung nur so wenig genutzt wird. Im Kreis Coesfeld waren im vergangenen Jahr nur 25,5 Prozent der Männer über 45 Jahren bei der Krebsvorsorge. Bei den Frauen lag der Wert bei 41 Prozent. Das bestätigt eine aktuelle Auswertung der AOK Nordwest. „Sowohl Frauen als auch Männer sollten die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen besser nutzen. Denn wenn Krebs frühzeitig erkannt wird, bestehen gute Heilungschancen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Pisula.

Montag, 13.08.2018, 18:48 Uhr

Dass Männer große Vorsorgemuffel sind, ist hinlänglich bekannt. Doch auch Frauen nutzen immer seltener die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Im Kreis Coesfeld waren es zuletzt nur 41 %. Foto: AOK/hfr

Daher ist es umso wichtiger, auf Warnzeichen des Körpers zu achten und Risiken nicht zu ignorieren. „Besonders Männer gehen bei Schmerzen oder anderen Krankheitssymptomen häufig erst spät zum Arzt“, so Pisula. Außerdem meiden viele die Früherkennungsuntersuchungen, weil sie ihnen unangenehm erscheinen oder sie sich noch keine Gedanken darüber gemacht haben. Finanzielle Gründe für das geringe Interesse an der Krebsvorsorge scheiden jedenfalls aus. „Die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig bezahlt“, so Pisula.

Nach den derzeit aktuellsten Zahlen des Krebsregisters NRW wurden in NRW im Jahr 2014 insgesamt 108 296 Krebs-Neuerkrankungen und 51 396 Todesfälle erfasst.

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