Schausteller und Stadt sehen keine Alternative zum jetzigen Standort
„Kein anderer Platz für die Kirmes“

Coesfeld. Die Coesfelder Kirmes und ihr Standort – ein Thema, das die Wählergemeinschaft Pro Coesfeld eingebracht hat und mit Bürgern gerne weiter diskutieren möchte.

Donnerstag, 08.06.2017, 11:14 Uhr

Pfingstkirmes 2017 Foto: az

Pro Coesfeld sieht den jetzigen Standort an der Kreuzung Holtwicker Straße bei der Arbeitsagentur kritisch, unter anderem, weil im Falle eines Falles die Rettungsdienste Umwege fahren müssten. Auch die Geschäftsleute können sich eine Verlegung gut vorstellen. Sie halten den jetzigen Standort nicht mehr für zeitgemäß. „Für uns Kaufleute hat die Kirmes keine Bedeutung“, sagt Annette Rabert, Vorsitzende des Stadtmarketing Vereins Coesfeld und Partner. „Sie bringt der Innenstadt auch keine zusätzliche Frequenz.“

Wäre eine Verlegung überhaupt möglich? Die Schausteller meinen nein – und haben die Stadtverwaltung auf ihrer Seite, wie eine Nachfrage unserer Zeitung ergab. Philipp Heitmann, Sprecher der Schausteller: „Das Thema ist so neu ja nicht“, sagt er. „Wir haben mit der Stadt alternative Standorte geprüft, aber keiner eignete sich.“ Schließlich werde ein entsprechend großer Platz benötigt, der zudem die schweren Fahrgeschäfte tragen kann und die Voraussetzungen für weitere Vorschriften erfüllen muss. Auch Strom muss verfügbar sein. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass der Platz auf der Kreuzung alternativlos ist“, sagt Heitmann, der mit seinem Autoscooter zu den Urgesteinen der Coesfelder Kirmes zählt.

Die Stadt ist ebenfalls der Meinung: „Es wird immerhin eine Fläche von rund 10 000 qm benötigt“, sagt Sprecherin Andrea Zirkel. Außerdem müssen die Schausteller ihre Wohnwagen aufbauen können. „Wir haben keinen Platz an anderer Stelle, der all die Voraussetzungen bietet“, sagt Zirkel. Der frühere Kirmesplatz an der Osterwicker Straße komme nicht mehr in Frage. „Die Nutzung mit dem KonzertTheater, WBK und dem weiteren Umfeld ist ja eine ganz andere als damals“, so Zirkel. Knackpunkt seien zudem die Laternen, die für die Ausleuchtung beim KonzertTheater sorgen. „Die stehen schlicht und einfach im Weg und lassen sich nicht abmontieren“, erläutert Zirkel. Zum Thema Rettungsdienste gibt sie zu bedenken, dass diese auch an anderer Stelle Verzögerungen in Kauf nehmen müssten – etwa, wenn die Schranken geschlossen seien. An den Pfingstwochenenden sei aber andrerseits weniger als sonst los auf den Straßen in Coesfeld, so dass die Rettungsdienste allgemein zügiger durchkämen.

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