Stadt und FBS unterstützen Eltern von Neugeborenen mit Tipps und Infos / Ehrenamtliche machen Besuche
Willkommensgruß in schicker Tasche

coesfeld. Karola Wortmann muss nicht lange überlegen: „Ich finde es schön, auf diese Weise noch Kontakt zu jungen Familien zu haben“, sagt sie. Das gefällt auch Kerstin Hessing: „Es ist spannend zu vergleichen, wie es heute in jungen Familien läuft und wie ich es von früher kenne.“ Und Hedwig Gehling hat beobachtet: „Die Mütter stehen heute unter viel größerem Druck.“

Dienstag, 13.06.2017, 19:02 Uhr

Ein erfolgreiches Projekt: Der Elternbegleitordner erfreut sich großer Beliebtheit und kommt ab sofort in einer schicken Tasche ins Haus: (v.l.) Karola Wortmann (ehrenamtliche Mitarbeiterin), Hedwig Gehling (ehrenamtliche Mitarbeiterin), Dorothee Heitz (Leiterin des Fachbereichs Jugend, Familie, Bildung, Soziales), Ulla Frankemölle (Fachbereich Jugend, Familie, Bildung, Soziales), Kerstin Hessing (ehrenamtliche Mitarbeiterin), Ines Horn (Projektkoordinatorin FBS). Foto: Ulrike Deusch

Die drei Frauen sind gemeinsam mit einer handvoll Kolleginnen ehrenamtlich tätig und bringen einen Willkommensgruß zu Familien, in denen ein neuer kleiner Erdenbürger eingetroffen ist. Vor neun Jahren haben Stadt und Familienbildungsstätte das Projekt gemeinsam ins Leben gerufen. „Seitdem haben wir 1345 Kinder besucht“, rechnet Dorothee Heitz, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Familie, Bildung und Soziales vor. „Der Bedarf steigt, denn die Geburtenrate nimmt weiter zu“, so Heitz. Gut 350 Babys sind es pro Jahr.

Mehr als den Winzlingen gilt der Willkommensgruß natürlich ihren Eltern, denn für sie ist der dicke Ordner gedacht, den die ehrenamtlichen Besucherinnen – ab sofort in schicken neuen Taschen – in die Familien bringen. Er enthält eine Menge nützlicher Informationen und Adressen von Beratungs- und Unterstützungsangeboten und soll künftig weitere Tipps wie eine Übersicht über Spielplätze und Freizeitangebote enthalten. „Wir variieren den Inhalt des Ordners immer wieder mal“, sagt Indes Horn, die das Projekt seitens der Familienbildungsstätte koordiniert. Sie würde sich auch wünschen, dass sich Sponsoren melden, die mit einem Gutschein oder kleinen Präsent die Elternbegleitordner bereichern. In ihnen befinden sich auch die ersten drei Elternbriefe, von denen anschließend über 40 weitere per Post folgen – stets abgestimmt auf das Alter und den Entwicklungsstand des Kindes.

Zwar können sich Eltern den hilfreichen Ordner zuschicken lassen, aber viel lieber machen die ehrenamtlich engagierten Frauen ihren Besuch. „Es geht auch darum, mit Eltern ins Gespräch zu kommen und ihnen vielleicht noch zusätzliche Informationen zu vermitteln“, sagt Ines Horn. Dass das ein guter Ansatz ist, hat Hedwig Gehling, die seit dem Start des Projekts dabei ist, vielfach erfahren. „Junge Mütter haben oft das Bedürfnis zu reden und gerade wenn sie hören, dass wir auch selbst Kinder oder Enkel haben, ergibt sich ein interessanter Austausch.“ Weitere Coesfelder, die den Besuchsdienst übernehmen möchten, sind sehr willkommen.

Fachbereichsleiterin Dorothee Heitz betont, dass es sich beim Willkommensgruß um ein kostenloses Angebot handelt. Eltern bekommen automatisch kurz nach der Anmeldung ihres Sprösslings beim Standesamt eine Anfrage, ob sie den Elternbegleitordner haben möchten und ob sie mit einem Besuch einverstanden sind.

7 Auch andere Eltern können Kontakt aufnehmen mit Ursula Frankemölle (Fachbereich Jugend, Familie, Bildung, Soziales), Tel. 939 - 2309 oder Ines Horn (Familienbildungsstätte/Mehrgenerationenhaus), Tel. 949 278.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4926630?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F
Rasantes Rennen auf der Autobahn
Betrunken und ohne Führerschein unterwegs: Rasantes Rennen auf der Autobahn
Nachrichten-Ticker