Kunden an Adventssamstagen in die Stadt locken / Gespräche mit Stadtmarketing und Parkhausgesellschaft
Politiker für kostenfreies Parken

coesfeld. Weihnachtseinkäufe machen ohne fürs abgestellte Auto Parkgebühren zahlen zu müssen – das soll an den Adventssamstagen – auch auswärtige – Kunden in die Innenstadt locken. Das finden die Politiker im Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen und sind darin einer Meinung mit dem Stadtmarketing Verein. Dessen Antrag zu diesem Thema stimmten sie am Mittwoch schon mal zu, aber es seien noch viele Details zu klären, fanden sie und beauftragten die Verwaltung weitere Gespräche mit dem Verein und auch mit der Bäder- und Parkhausgesellschaft zu führen. Nach der Sommerpause soll dann der Weg fürs kostenlose Parken an den Adventssamstagen endgültig freigemacht werden.

Donnerstag, 15.06.2017, 09:02 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.06.2017, 18:34 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 15.06.2017, 09:02 Uhr
Die Münzen sollen im Portemonnaie bleiben. Wie das kostenlose Parken an den Adventssamstagen umgesetzt wird, sollen Gespräche in den nächsten Wochen ergeben. Foto: Archiv

Die Verwaltung hatte sich gegen die Anregung des Stadtmarketing Vereins ausgesprochen, die dieser schon zum wiederholten Mal vorgebracht hatte. Sie kritisierte die Mindereinnahmen von insgesamt bis zu 4000 Euro und befürchtete, die Regelung könnte sogar negative Folgen haben, weil die Parkplätze lange oder gar von Dauerparkern belegt würden.

Das sah Gerrit Tranel (CDU) ganz anders. „Wir pflegen ein gutes Miteinander mit der Kaufmannschaft. Angesichts des überschaubaren finanziellen Risikos wollen wir das ausprobieren und gucken, ob es der Stadt im Advent hilft.“ Zugleich dürfe man aber ein Entgegenkommen der Geschäftsleute erwarten. Sie sollten Organisation und Durchführung des kostenlosen Parkens übernehmen. „Unsere Forderung ist außerdem, dass die Kaufmannschaft sich an diesen Tagen um einheitliche Öffnungszeiten zum Beispiel bis 18 Uhr bemüht.“ Tranel schlug eine einjährige Testphase mit anschließender Auswertung vor, ein Vorgehen, das auch Thomas Stallmeyer (SPD) befürwortete. Er stimmte Tranel auch in den anderen Punkten zu, regte aber zusätzlich an, die Marktgarage ins Projekt einzubeziehen und Gespräche mit der Bäder- und Parkhausgesellschaft zu führen. Gerade durch das auch ohne Bezahlung laufende Zählsystem per Schranke seien für die Auswertung interessante Ergebnisse zu erwarten. Das relativierte Fachbereichsleiter Uwe Dickmanns allerdings mit dem Hinweis, dass angesichts des Umbaus der Bernhard-von-Galen-Straße in diesem Jahr dort große Behinderungen zu erwarten seien. Theo Büker (Pro Coesfeld) regte an, die Testphase auf zwei Jahre auszudehnen, um verlässlichere Zahlen zu gewinnen.

Wolfgang Kraska (FDP) lehnte Testphase und Auswertung ab. „Es geht doch nicht nur um Frequenzerhöhung, sondern darum, ein dringend notwendiges Zeichen zu setzen gegen andere Formen des Einkaufens und den Handel vor Ort zu stärken.“ Daher sei es auch falsch, die Umsetzung des Projekts dem Stadtmarketing Verein zu übertragen. Das Streben nach einheitlichen Öffnungszeiten nannte er „ein bisschen sehr Wunschdenken“. Die Entscheidungshoheit darüber liege allein bei den Händlern.

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