Alle Gymnasien sprechen sich für längere Schulzeiten aus
Einheitliches Votum für G 9

Coesfeld. Am Schulstandort Coesfeld gibt es seitens der drei Gymnasien ein einheitliches Votum für G 9. Darüber informiert die Stadt in einer Pressemitteilung. „Die Gymnasien werden nach der angekündigten Änderung des Schulgesetzes einheitlich in den neunjährigen Modus zurückkehren“, berichten Bürgermeister Heinz Öhmann und Schuldezernent Dr. Thomas Robers nach einem Gespräch mit den Schulleitungen der drei Coesfelder Gymnasien.

Samstag, 16.12.2017, 05:02 Uhr

Für die Umbaupläne das Schulzentrum betreffend ist die G9-Entscheidung von großer Bedeutung. Foto: az

Die Gymnasien haben sich in ihren Schulgemeinschaften bereits eine Meinung gebildet, so Angela Bülo (Nepomucenum), Christian Krahl (Heriburg) und Dr. Norbert Just (Pius). Damit erhalten auch die Eltern und Kinder, die nun vor einem Übergang zum Gymnasium stehen, Klarheit.

Für den Schulträger Stadt Coesfeld ist die Frage G 8 oder G 9 aktuell außerdem für den Planungsauftrag zum Umbau des Schulzentrums bedeutsam. Neben der Theodor-Heuss-Realschule, ist dort das Gymnasium Nepomucenum untergebracht. „Ob wir Räume für einen weiteren Jahrgang einplanen müssen oder nicht, ist eine wichtige Planungsgröße“, erläutert Dr. Robers.

Das NRW-Schulministerium hatte angekündigt, ab dem Schuljahr 2019/20 das neunjährige Gymnasium („G 9“) mit dem Abitur nach 13 Jahren wiedereinzuführen. Die Änderung des Schulgesetzes soll bis Mitte des Jahres 2018 verabschiedet werden. Vom Regelfall G 9 werden auch bereits die Schüler erfasst, die sich im Februar 2018 an einem Gymnasium anmelden, um ab dem Schuljahr 2018/19 die fünfte Klasse zu besuchen. Die Jahrgangsstufen 7 und höher im Schuljahr 2019/20 beenden ihren Bildungsgang hingegen weiterhin nach den aktuell geltenden G 8-Vorgaben. Die Gymnasien hätten auch entscheiden können, bei G 8 zu bleiben.

Bürgermeister Öhmann teilt weiter mit, dass das Schulministerium grundsätzlich anerkannt hat, mit der Gesetzgebung für die zusätzlichen Kosten aufgrund des neunjährigen Gymnasiums verantwortlich zu sein.

Angekündigt sei ein so genanntes Belastungsausgleichsgesetz. Spätestens ab den Jahren 2025/2026 werden zusätzliche Räume für eine weitere Jahrgangsstufe je Gymnasium erforderlich. Die Sekundarstufe 1 für die künftigen Fünftklässler ab 2018/19 ist dann in deren 10. Klasse um eine Jahrgangsstufe zu erweitern. Hinzu kommen Aufwendungen für neue Lern- und Lehrmittel aufgrund geänderter Curricula.

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