Coesfeld
„Arbeit mit Herzblut geht an die Substanz“

Coesfeld (fs). 30 Jahre lang war sie das Gesicht der Grünen in Coesfeld. Als Fraktionsvorsitzende hat sie sich über 25 Jahre im Rat der Stadt für Umwelt-, Klima- und Naturschutz eingesetzt. Nun steigt Charlotte Ahrendt-Prinz aus dem politischen Geschäft aus. Ihr Ratsmandat legt sie aus gesundheitlichen Gründen zum heutigen Tage nieder. Nachrücker auf der Reserveliste ist ihr Mann Erich Prinz. Er hat das Ratsmandat angenommen und wird auch der künftige Sprecher und Ansprechpartner der Grünen-Fraktion sein.

Mittwoch, 30.01.2019, 19:41 Uhr aktualisiert: 31.01.2019, 17:44 Uhr
Frustriert vom politischen Geschäft: Charlotte Ahrendt-Prinz (Grüne). Foto: az

„Es ist ein sehr belastender Job und es ist mit der Gesundheit nicht mehr vereinbar, wenn ich ihn weiter mit Herzblut machen will“, sagt die Coesfelderin. „Ich habe das immer gerne gemacht und ich gebe immer Vollgas“, sagt die Kommunalpolitikerin im Gespräch mit unserer Zeitung. „Aber es geht an die Substanz, vor allem wenn man sieht, dass sich dann doch so wenig bewegt“, beschreibt sie die „Ohnmacht“, die sie häufig im politischen Geschäft gespürt habe: „Die Mühlen mahlen schneller, als man hinterherkommt.“

Charlotte Ahrendt-Prinz glaubt zwar nicht, dass ihre Entscheidung die Grünen-Fraktion im Rat schwächen werde, dennoch sei ihr bewusst, dass mit diesem Schritt wieder „eine Frau weniger“ im Rat mitbestimmen werde.

Doch auch wenn sie sich ganz aus der Politik zurückziehen will: „Natürlich bleibe ich ein politischer Mensch“, versichert Charlotte Ahrendt-Prinz. So wolle sie sich auch privat weiterhin für den Erhalt der Schöpfung einsetzen. „Aber in einer Art und Weise, bei der man vielleicht schneller Erfolge erzielt.“

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