Coesfeld
Post erfüllt keine Sonderwünsche mehr

Coesfeld. Vor allem, wenn es um Briefe oder Einschreiben mit einer Frist geht, gibt es manchmal Ärger: Kommen diese Briefe zu spät beim Empfänger an, können sie unter Umständen erst am nächsten Tag bearbeitet werden – und dann ist es möglicherweise schon zu spät.

Mittwoch, 06.02.2019, 14:16 Uhr aktualisiert: 06.02.2019, 14:18 Uhr
Um die Postfach-Verteilung am Weßlings Kamp pünktlich zu 9.15 Uhr abschließen zu können, beginnt die Ausgabe der Einschreiben seit einigen Tagen erst danach. Die Post hat in den Räumlichkeiten ein Hinweisschild aufgehängt. Fotos: Leon Seyock Foto: az

Diese Situation erleben einige Behörden und Ämter seit mehreren Tagen bei der Deutschen Post. Ein großes Schild weist neuerdings in dem Raum am Weßlings Kamp, in dem auch die Postfächer untergebracht sind, darauf hin, dass die Ausgabe der Einschreiben ab sofort nach 9.15 Uhr erfolgt. Zu spät – so der Tenor bei denen, die die Post schon früher abholen.

„Einige Termine können mit dieser Regelung nicht eingehalten werden“, sagt Andrea Zirkel, Pressesprecherin der Stadt Coesfeld. Bei bestimmten Terminen wie Submissionen gehe es um den genauen Tag – „da müssen wir in Zukunft unsere Abläufe anpassen. Als Kunde kann man bei der Post nichts ändern“, so Zirkel. Größere Probleme habe es bisher wegen der Zeitregelung bei der Post aber nicht gegeben. „Ausschreibungen stehen meistens mehrere Wochen offen. In den seltensten Fällen kommt am letzten Tag erst ein Angebot, das wir dann am nächsten Tag, womöglich nach Ende der Frist, erst bearbeiten können“, erklärt die Pressesprecherin.

Das Amtsgericht holt die Post um 9 Uhr ab, „an einigen Tagen bekommen wir die letzten Briefe erst später“, so der Leiter der Wachtmeisterei auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Postverteilung in den Fächern findet von 7.15 Uhr bis 9.15 Uhr statt – anschließend beginnen die Mitarbeiter mit der Ausgabe der Einschreiben. Das ist die gängige Praxis, nicht nur in Coesfeld: „Vorher haben die Kollegen Einschreiben gegen Unterschrift auch schon früher rausgegeben“, berichtet Britta Töllner, Pressesprecherin der Deutschen Post. Dadurch unterbrechen sie allerdings ihre eigentliche Postfach-Verteilung – die bis 9.15 Uhr deshalb nicht immer abgeschlossen werden konnte.

Es handelte sich also um eine „Extraleistung“ der Post-Mitarbeiter, die nun eingestellt wurde.

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