Coesfeld
Mensa wird nun doch angebaut

COESFELD (jd). Die Planung zur Integration der neuen Mensa innerhalb des Schulzentrums ist vom Tisch. Das haben die Mitglieder von Bau- und Schulausschuss am Mittwochabend einstimmig entschieden – vorbehaltlich der finalen Abstimmung im Rat. Diese scheint nach dem Austausch aller Argumente aber nur noch Formsache zu sein.

Donnerstag, 07.02.2019, 18:16 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 19:50 Uhr
Architekt Marius Scheffer (l.) erklärte den Mitgliedern des Bau- und des Schulausschusses, die zunächst gemeinsam tagten, vor Ort in der Mensa des Schulzentrums, wie schwierig ein Umbau im Bestand wäre. Foto: Florian Schütte

Konkret heißt dies: Die neue Mensa wird außen an das Bestandsgebäude angebaut. Wo dies sein wird und wie hoch die Kosten sind, dazu konnte die Verwaltung in der Sitzung noch keine genaue Auskunft geben. „In der kommenden Woche stehen zunächst Gespräche mit der Denkmalpflege und der Städtebauförderung an“, erklärte Stadtbaurat Thomas Backes. Einig waren sich auch alle, dass der bereits festgelegte Kostenrahmen von 47,36 Millionen nicht überschritten werden darf, wie auch Gerrit Tranel (CDU) vor der Abstimmung betonte. „Darin war der Neubau der Mensa bereits enthalten und ein finanzieller Puffer. Dieser sollte auch weiterhin nur für Unwägbarkeiten herangezogen werden. Wir wünschen uns absolute Kostentransparenz zu jeder Zeit.“

Durch einen Umbau im Bestand hatte man sich Kosteneinsparungen erhofft. Wie sich nun gezeigt hat, wäre eine Sanierung aber mit einem hohen Kostenrisiko verbunden und könnte sich als Fass ohne Boden entpuppen.

Anfang April habe die Stadt, so Backes, die genauen Zahlen für einen Neubau vorliegen. „Um Städebaufördermittel zu erhalten, müssen wir einen Quartiersbezug herstellen“, erläuterte er. „Zum Beispiel dadurch, dass wir die Mensa auch für Dritte wie Vereine nutzbar machen.“ Dies müsse aber mit der Denkmalpflege abgesprochen werden. Sobald diese Gespräche geführt und mit den Interessen der Schule hinsichtlich Mensa- und Raumplanung in Einklang gebracht wurden, könne es in der Planung weitergehen, so Backes.

Dem Beschluss vorausgegangen war eine Ortsbesichtigung mit dem Architekten Marius Scheffer vom Planungsbüro in Bochum, der die Nachteile der Integration der Mensa in das Gebäude erklärte: unter anderem Einschränkung des Raumprogramms für die Schule, Entstehung eins bedrückenden Mensaraumes mit niedriger Deckenhöhe, die Überwindung von Stufen durch die Schüler mit ihren Tabletts und Kreuzung von Anlieferungsverkehr und Schülern.

Es entspann sich eine Diskussion über ein mögliches Glasdach und den damit verbundenen Brandschutz und Sprinkleranlagen. Wolfgang Kraska (FDP) zeigte sich überrascht, dass die Überwindung von Stufen jetzt noch einmal als Gegenargument aufgeführt wurde: „Das hätten wir doch auch schon vor zwei Jahren wissen können.“ Für Bernd Rengshausen (CDU) bereits ein Argument, mit dem jede Diskussion beendet sein sollte, die er ohnehin als zu lang an dem Abend empfand. „Im Kern sind wir uns doch hier alle einig, dass der Neubau die bessere Lösung ist. Wenn wir jetzt auch noch anfangen, Rezepte auszutauschen, sitzen wir morgen noch hier.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6376766?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F
Scheiwe-Straße bleibt dicht
Die Theodor-Scheiwe-Straße bleibt dicht. 
Nachrichten-Ticker