Coesfeld
Eindrucksvolle Friedensbotschaft

Coesfeld. „Mein Körper steht hier, mein Herz bleibt zu Hause in meiner Heimat“, beschreibt Mohamad Sharabati, der nach gefährlicher Flucht aus Aleppo ins Münsterland gekommen ist, seine schwere Suche nach Wurzeln und Frieden. „Singen gegen den Krieg“, so ist ein Konzert des Vokalensembles PerSonare unter Leitung von Theo Wedding überschrieben, das in der Kapelle der Kolping-Bildungsstätte auf vielfältige Weise die tiefe Sehnsucht nach Frieden zum Ausdruck bringt und mit faszinierenden Klängen zeigt, wie wunderbar die Musik Kulturen verbinden kann.

Montag, 11.02.2019, 16:49 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 10:14 Uhr
Am Ende eines sehr eindringlichen Konzerts gegen Krieg und Fremdenfeindlichkeit vereinen sich alle Sänger und Musiker und begeistern als Zugabe noch einmal mit dem betörende schönen, Lied „Lamma Badaa Yatahann“. Foto: Ursula Hoffmann

Sharabatis kurze, gerade in ihrer Schlichtheit berührenden Texte, setzten ebenso starke Akzente wie die musikalischen Intermezzi von Qusay Hamsho, der seiner Oud, einer Kurzhalslaute, unter mitreißender Percussion-Begleitung von Hadi Ndewy, betörende Melodien entlockt. Bezaubernd auch das aus der andalusisch-arabischen Tradition stammende Lied „Lamma Badaa Yatathanna“, dessen Botschaft lautet, Gott ist Schönheit und liebt alles, was schön ist. Im Zentrum des Konzerts stehen Teile aus „The Armed Man“, einer Messe für Frieden, die Karl Jenkins unter dem Eindruck des Kosovo-Krieges geschrieben hat.

Der Chor und das begleitenden Jazztrio Eike Wulfmeier et al zeigen, dass die emotionalen Lieder auch ohne großes Orchester direkt ins Herz gehen. Treibende Rhythmen von Schlagzeug und Klavier, die an marschierende Soldaten erinnern, verzehrt-gequälte Töne, sanfte gebetsartige Passagen, alles mit großer Inbrunst von den Sängern zu Gehör gebracht, nehmen die Zuhörer in der vollbesetzten Kapelle mit auf eine sehr ausdrucksvolle Reise, die auch meditative Passagen enthält.

Betörend die Cello-Einleitung (Claudia Weber) des Benedictus, die Zeit gibt, die Gedanken fließen zu lassen. Und Zoe Knopp leitet mit ihrer Harfe direkt „In Paradisum“. Mit stehenden Ovationen bedankt sich das Publikum für diese eindrucksvolle Friedens-Botschaft.

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