Coesfeld
Tickets ab sofort per App bezahlbar

Coesfeld. Wenn der Termin länger dauert, als der Parkschein anzeigt, macht sich schnell Nervosität breit. Solche Situationen können in Coesfeld jetzt der Vergangenheit angehören, denn ab sofort kann auf den städtischen Parkplätzen das Ticket auch per App gelöst und bezahlt werden. Wie genau das funktioniert, haben Bürgermeister Heinz Öhmann, Uwe Dickmanns (Stadt) und Philipp Zimmermann von der Initiative smartparking am Dienstag vorgestellt.

Dienstag, 12.02.2019, 18:29 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 18:32 Uhr
Die App kann der Nutzer unter sieben möglichen auswählen. Foto: az

„Dies ist ein weiterer Schritt der Digitalisierung auf dem Weg zur Kommune 4.0“, sagte Öhmann. Nachdem bereits ein Drittel aller Parkautomaten in Coesfeld auf bargeldlose Bezahlmöglichkeiten umgestellt wurden, ist das „smarte“ Parken nun der nächste Schritt.

Dafür hat die Stadt die Hamburger Inititiative smartparking ins Boot geholt, die die Abwicklung über die sieben möglichen Anbieter koordiniert. Viele operieren europaweit. So bleibt der Kunde flexibel, ist auf keinen Anbieter festgelegt und „Insellösungen“ werden vermieden, so Öhmann. „Selbst Autofahrer aus Holland können mit ihrer App in Coesfeld bezahlen“, freute sich Öhmann.

Der eigentlich Vorgang ist bei allen Anbietern ähnlich und einfach zu bedienen, wie Philipp Zimmermann demonstrierte. Wer einen Parkplatz gefunden hat (manche Apps geben sogar Empfehlungen), der bestätigt den per GPS ermittelten Standort, wählt die Parkdauer und startet den Parkvorgang. Die Kosten für die voreingestellte Parkdauer zeigt die App an. Wer nun merkt, dass ein Termin doch länger dauert, kann auf seinem Smartphone die Parkdauer verlängern. „Natürlich abhängig von der Höchstparkdauer“, so Zimmermann. Ist der Termin früher vorbei, beendet der Autofahrer den Parkvorgang und zahlt nur für die tatsächlich genutzte Zeit. Die Bezahlung wird je nach Anbieter und eigener Auswahl über PayPal, per Kreditkarte oder auch über die Handyrechnung geleistet. Kontrolleure des Ordnungsamtes „scannen nun die Nummernschilder und sehen, ob ein digitales Ticket vorliegt“, sagte Zimmermann.

Die Kosten seitens der Stadt bleiben übrigens unverändert bei 80 Cent pro Stunde. Allerdings sollten die Kunden die Preise und den Leistungsumfang der App-Anbieter vergleichen. „Hier gibt es transaktionsbasierte und Abo-Modelle“, informierte Zimmermann. Pro Parkvorgang können also zusätzliche Kosten von bis zu 35 Cent hinzukommen. Einige Anbieter sind momentan noch kostenlos. Eine Auswahl der Park-Apps ist an den Automaten zu finden.

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