Coesfeld
Von der Krippe zum Kreuz

Coesfeld. Über 300 Zuhörer haben sich für das Konzert des Jakobichores eingefunden. In der liebevoll dekorierten Kirche wurden die Zuhörer schon mit der liturgischen Farbe im Chorraum eingeführt in das Hauptwerk des Abends, „Stabat Mater“ von Karl Jenkins.

Montag, 25.03.2019, 19:35 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 19:38 Uhr
Mit ihrem Konzert in der Jakobikirche bewegte der Jakobichor mit seiner gefühlvollen Gesangsleistung rund 300 Zuhörer. Foto: az

Der Chor startete auf den vorderen Altarstufen mit „Magnum Mysterium“ von Morten Lauridsen. In Begleitung von Katrin Borda an der Orgel begann der Weg musikalisch in der Krippe mit der Geburt Jesu. Die Atmosphäre der Heiligen Nacht wurde in diesem Stück geheimnisvoll präsentiert.

Nun stand das Orchesterwerk „Stabat Mater“ mit seinen mitreißenden Passagen im Vordergrund. Das Euregio Projektorchester, das schon zum dritten Mal die Aufführungen des Jakobichores begleitete, brillierte im Klang. Beginnend mit dem Satz „Stabat Mater Dolorosa“ (es stand die Mutter voller Schmerzen) entführte der Komponist in das Gefühlschaos, das für die Mutter Jesu am Kreuz entstand. Dieses Gefühl brachte der Jakobichor mit dem Euregio Projektorchester mit Hingabe in die Jakobi Kirche. Der Zuhörer wurde von starken Rhythmen mit forderndem Gesang hinübergeleitet in zarte, flehende Sätze mit weicher Orchestrierung. Immer wieder ein Wechselbad der Gefühle, musikalisch eindrucksvoll präsentiert von Chor und Orchester. Die Solistin Kirsten Frye brillierte mit ihrer warmen Alt-Stimme in den solistischen Parts.

Die von Karl Jenkins komponierte intensive Seelenmusik bewegte die Zuhörer sichtlich am meisten. „Klassische, zeitgenössische Kompositionen, die einen so tiefen christlichen Zugang haben, sind wirklich faszinierend und berühren mich zutiefst“, lässt ein Konzertbesucher seinen Empfindungen freien Lauf. „Atemberaubend, einzigartig, grandios und fesselnd“, fügten weitere Stimmen hinzu. Der Jakobichor überzeugte mit einer hervorragenden Gesangsleistung und bewies auch in schwierigen Passagen, dass er perfekt auf das Konzert vorbereitet war.

„Ich bin sehr stolz auf das Ergebnis“, freute sich Leiter Reinhard Mensing nach dem Konzert. „Besonders die Leistung meines Jakobichores kann ich nur loben! Die völlige Hingabe in das Konzert und die volle Konzertration, haben uns ein einzigartiges Gemeinschaftserlebnis beschert“, ergänzte er.

Diese berührende Gesamtleistung des Euregio Projektorchesters, der Solistin Kristin Frye, der Organistin Katrin Borda und des Jakobichors unter der Leitung von Reinhard Mensing ließ diesen zauberhaften Abend für viele Besucher sicherlich zu einer seelenvollen Erinnerung werden.

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