Coesfeld
„Ehrfürchtig hören und genießen“

Coesfeld. „Bei dieser Musik muss man ehrfürchtig auf einem Sessel sitzen, hören und genießen“, sagt Martin Horstick. Der Mann aus Borken-Marbeck muss es wissen. Er ist „ein Fan alter Schule und Genesis-Anhänger seit den siebziger Jahren“. So war es Ehrensache, dass Horstick gemeinsam mit einem Freund am Freitagabend auch den Weg in die Coesfelder Bürgerhalle fand, wo Geneses, Europas größte Genesis Tribute Band, auftrat. Gebannt auf ihren Stühlen sitzend verfolgten die Zuhörer in der nahezu ausverkauften Halle ein Konzert – in Szene gesetzt und untermalt durch eine eindrucksvolle Licht-Show – das dem Anspruch der Band an ihre Tournee gerecht wurde: Unter dem Motto „We can´t dance on the Broadway“ strebt die Coverband „eine Symbiose von alten und neuen Stücken“ an, wie sie in ihrem Programmheft unterstreicht.

Sonntag, 14.04.2019, 16:38 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 08:08 Uhr
Geneses-Konzert am Freitagabend in der Bürgerhalle: „Eine Symbiose von alten und neuen Stücken“ der britischen Supergroup Genesis strebt Europas größte Genesis Tribute Band auf ihrer Tournee durch 65 Städte an: In Coesfeld gelang das; viele Fans zeigten sich begeistert. Foto: Helene Wentker

Dabei standen die Genesis-Alben „The Lamb Lies Down on Broadway“ (das letzte Album mit dem Sänger Peter Gabriel) aus dem Jahr 1974 und das kommerziell erfolgreichste Album „We Can´t Dance“ von 1991 (dem letzten Genesis-Album mit Leadsänger Phil Collins) im Mittelpunkt des von unserer Zeitung präsentierten Konzertes in der Bürgerhalle. Die Kreisstadt war die 27. Station, die Geneses im Rahmen einer großangelegten Tour ansteuert, und die sie bis zum Frühjahr 2020 durch insgesamt 65 Städte führt.

„Guten Abend Coesfeld – oder Cöösfeld?“, begrüßte Frontsänger und Schlagzeuger Alex van den Berg die Zuhörer, bevor er sie mitnahm auf eine rauschende musikalische Reise durch die verschiedenen Schaffensepochen und auf den Spuren der britischen Supergroup Genesis.

Schon nach dem dritten Song hoben erste Zuhörer(innen) ihre Arme und wiegten sie im Takt der Musik. Die Stimmung steigerte sich von Song zu Song. Am Ende eines über dreistündigen Konzertes, unterbrochen von einer Pause, forderte das Publikum unter Standing Ovations Zugaben von den fünf Musikern (neben van den Berg auch Bert Böttcher, Keyboards; Kai Hildebrand, Gitarre; Viktor Sirjanow, Bass und Gitarre, sowie Kim Schwarz, Schlagzeug).

Dabei schien das Urteil der Zuhörer gemischt: Während einige Besucher „nicht genug Nähe zum Publikum“ empfanden, oder als Kenner der Genesis-Coverband-Szene der Kölner Still Collins Tribute Band den Vorzug gaben, bezeichneten andere das Geneses-Konzert in Coesfeld als „großartig und bodenständig gut“, oder lobten „diese tolle handgemachte Musik, die ohne solche Coverbands aussterben würde“.

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