Coesfeld
Wohnblocks werden zur Herausforderung

COESFELD. Nach der erfolgreichen Nachfragebündelung in Lette, Goxel und Maria Frieden startet die Deutsche Glasfaser nun in den Gebieten Coesfeld-Ost und Nord-Ost durch (siehe Karte). Die Bereiche präsentierte das Unternehmen am Dienstagabend auf einer Informationsveranstaltung in der Bürgerhalle den interessierten Anwohnern. Bürgermeister Öhmann hob die Bedeutung der neuen Infrastruktur Glasfaser in einem kurzen Grußwort hervor: „Die flächendeckende Glasfaserversorgung würde nicht nur eine Attraktivitätssteigerung für die gesamte Stadt bedeuten, sondern auch den Wert der einzelnen Immobilien erhöhen.“

Donnerstag, 11.07.2019, 10:00 Uhr
Das Teilgebiet Nord-Ost erstreckt sich von der Umflut aus östlich. Foto: az

Dem schließt sich der städtische Breitbandkoordinator Manfred Deitmer an. Durch den Glasfaserausbau würden, so die Prognose, bestehende Jobs gesichert und neue entstehen. Zudem: „Wenn Ihre Kinder demnächst Hausaufgaben auf dem iPad machen müssen, dann sind Sie auf schnelles Internet angewiesen.“

Projektleiter René Fuchs von der Deutschen Glasfaser hob die Bedeutung einer solchen Infrastruktur hervor, da in Zukunft immer mehr und größere Datenpakete über das Internet verschickt würden. Um einen Ausbau in den zwei neuen Stadtgebieten zu gewährleisten, müssen insgesamt 40 Prozent aller 3000 Haushalte einen Antrag auf eine Glasfaseranbindung stellen.

Zwischen den beiden neuen Gebieten und denen mit bereits abgeschlossener Nachfragebündelung (Lette, Goxel und Maria Frieden) sieht Fuchs klare Unterschiede: „In den Bereichen finden sich sehr viele Mehrfamilienhäuser.“ Hier bestehe die Herausforderung, dass jede Partei eines Wohnblocks einen eigenen Anschluss beantragen muss. Je nach Größe des Hauses, bietet das Unternehmen spezielle Tarife an. Ein weiterer Knackpunkt sei die in Teilen höhere Altersstruktur.

Doch auch hier zeigt sich Kreis-Breitbandkoordinator Jochen Wilms optimistisch: „Bislang sind alle 210 Nachfragebündelungen mit der Deutschen Glasfaser hier im Kreis erfolgreich verlaufen.“ Dies werde auch in Coesfeld gelingen.

Wichtig für Stadt und Anlieger ist der genaue Ablauf der Baumaßnahmen. Doch wer nun Angst vor weiteren Großbaustellen in Coesfeld bekommt, den beruhigt Projektleiter Fuchs: „Wir verlegen die Rohre unter dem Bürgersteig durch ein Spülbohrsystem. Dieses garantiert, dass die Straße nur an wenigen Punkten geöffnet werden muss.“ Diese Punkte würden zumeist innerhalb eines Tages wieder versiegelt werden.

Auch die Kostenfrage ist für Anwohner relevant: „Bereits laufende Verträge“, so Fuchs, „werden von der Deutschen Glasfaser übernommen, damit keine doppelten Kosten anfallen.“ Um Kündigung und Rufnummernmitnahme kümmere sich ebenfalls der Glasfaseranbieter. Durch dieses Prinzip wolle das Unternehmen einen reibungslosen Übergang vom alten Anbieter zum Glasfasernetz gewährleisten.

Der Stichtag für das Erreichen des 40-Prozent-Ziels ist der 30. September.

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