Coesfeld
Honigsüßes Hobby

Coesfeld. Es summt und surrt, als Rudolf Averkamp behände den Deckel seines Bienenstockes anhebt. Darunter krabbeln die eifrigen Insekten in ihren Waben, die der Vorsitzende des Coesfelder Imkervereins den neugierigen Augen seiner Nachwuchsimker präsentiert.

Dienstag, 13.08.2019, 11:00 Uhr
„Teilen und behandeln“, so beschreibt Vorsitzender Rudolf Averkamp die Vorbereitungen für den Winter, bei denen sich der Nachwuchs des Imkervereins Coesfeld gemeinsam auf die Suche nach der Bienenkönigin macht. Foto: Falk Hemsing

Bereits seit April dieses Jahres treffen sich die Teilnehmer des Imkerkurses mit den Fachmännern des Coesfelder Vereins, um den Umgang mit den eigenen Bienen zu erlernen. Vereinsvorsitzender Averkamp freut sich über den Nachwuchs: „Wir haben viele neue Jungimker.“ Dies sei schon der vierte Durchgang des jährlichen Lehrgangs, bei dem den Teilnehmern durch theoretische und praktische Anleitung das Imkern nähergebracht werde. Für den aktuellen Kurs habe es mehr Anmeldungen als in den Vorjahren gegeben, freut sich Averkamp. „Imkern hat sich mehr herumgesprochen“, mutmaßt der Bienenvater, der sich schon seit mehr als 30 Jahren mit den Insekten beschäftigt.

Der Jüngste unter den mehr als zehn Teilnehmern ist der fünfjährige Henner, der mit seiner siebenjährigen Schwester Bente dabei ist. Sie begleiten Vater Christian, der seit Juni zwei Bienenvölker im Garten beherbergt, „mitten in der Stadt.“ „Ich hatte schon immer vor, Bienen zu halten“, erklärt der Jungimker. Er habe einen großen Garten und wollte es auch gerne den Kindern näherbringen. Tochter Bente gibt zu: „Manchmal habe ich ein bisschen Angst vor den Bienen.“ Aber dann sei es doch sehr spannend, Papa beim Imkern über die Schulter zu schauen.

Auch die anderen Teilnehmer haben seit Frühjahr eigene Völker. Julia und Fabian haben zusammen einen Bienenstock und sind von ihrem Hobby begeistert: „Man kann komplett abschalten“, stimmen die zwei überein. Nicht nur nehme man Flora und Fauna durch die Bienenhaltung viel aufmerksamer wahr, als Imker profitiere man auch von dem gewonnenen Honig: „Wir ernten etwa 20 Kilo Honig. Und das ist noch wenig“, erläutert Fabian. Hinzu komme, dass dieses Hobby viel ungefährlicher sei, als man denkt. „Die meisten Völker sind so harmlos, dass man eigentlich keinen Schutzanzug braucht“, erklärt der Nachwuchsimker.

Dem pflichtet Kursteilnehmer Bekele bei: „Bienen sind eigentlich sehr freundlich.“ Sie seien nur aggressiv, wenn man nicht sachgerecht mit ihnen umgehe.

Wer Interesse hat, eigene Bienen zu halten, kann sich auch im kommenden Jahr wieder für einen Kurs anmelden. Der Termin für das erste Treffen wird im April im Internet auf www. imkerverein-coesfeld.info bekannt gegeben. Anmeldungen sind nicht nötig, Interessenten können einfach dazustoßen.

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