Junge Szene
Verteidigung auf dem Fuß-Faust-Weg

Laut hallen die Kampfschreie der Taekwondo-Kinder durch das „Dojang“. So nennen Kampfkünstler ihre Trainingshallen. Schnelle Schlag- und Trittchoreografien führen die Sportler eindrucksvoll durch. Beeindruckt ziehen die Zuschauer die Augenbrauen hoch – denn selbst die Kleinsten sind schon topfit und versuchen sich an ganz unterschiedlichen Figuren.

Donnerstag, 30.08.2018, 17:22 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.08.2018, 17:20 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 30.08.2018, 17:22 Uhr
Foto: az

Seit Montag trainieren die Baumberger Taekwondo-Freunde in einer umgebauten Lagerhalle am Lübbesmeyerweg in Coesfeld.

Doch Taekwondo – was ist das eigentlich genau? „Der Sport ist auf mehreren Säulen aufgebaut“, erklärt Anne Hemker, Vorstandsmitglied und Trainerin im Verein. Dazu gehört die Selbstverteidigung, verschiedene Formen und Prüfungs-Progamme (die Pumsae genannt werden) und natürlich die Wettkämpfe. Taekwondo, so erklärt Hemker weiter, ist koreanisch und bedeutet übersetzt „Fuß-Faust-Weg“ – und darauf konzentrieren sich die Kampfkünstler in ihren Übungsstunden hauptsächlich: „Wir perfektionieren die Abläufe, dass wir möglichst fließende Bewegungen und unseren Köper unter Kontrolle haben. Der Fuß ist beim Taekwondo der Star, wenn man so will“, verrät die Trainerin.

Die Kinder und Jugendlichen, die das Taekwondo-Fieber gepackt hat, sind sich einig: Kampfsport ist cool und Taekwondo ist eben auch etwas Besonderes. Vor allem, weil man viel mehr lernt, als nur jemanden einen auf die Nase zu geben. „Die Lernkurve beim Taekwondo ist so lang, wie man Zeit hat“, begründet die 12-jährige Merle ihren Spaß am Taekwondo. Zwar gibt es den legendären Schwarzen Gürtel, bei dem muss aber nicht unbedingt Schluss sein: Danach kann man sich die sogenannten „Dan“ verdienen, die als Streifen auf dem Gürtel sichtbar sind.

Adam, der seit drei Jahren dabei ist, brauchte mehrere Anläufe, um beim Taekwondo hängen zu bleiben, erzählt er. Jetzt hat er aber ein klares Ziel vor Augen: „Ich will nicht nur die Gürtelleiter bis ganz nach oben klettern, sondern auch eines Tages Taekwondo-Trainer werden“, sagt der neunjährige Kampfsportler.

Für alle, die den vielseitigen Sport auch ausprobieren wollen, gibt es übermorgen die Möglichkeit dazu. Bei der Eröffnungsfeier des neuen Dojang am Sonntag ab 10 Uhr (Lübbesmeyerweg 96) könnt ihr euch verschiedene Kampfsportarten anschauen und auch selbst ausprobieren. Vielleicht heißt es dann bald noch vielstimmiger: „Gihap!“* Kim Kösters

* Gihap = Kampfschrei

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