Junge Szene
Tausende Schmöker im Regal oder in der App

„Warum kaufst du dir kein E-Book? Ist doch viel angenehmer!“ Welcher Bücherwurm hat diese Frage noch nicht von seinen Bekannten gestellt bekommen, sobald wieder ein dicker Wälzer in den Urlaubskoffer gequetscht wird oder das Bücherregal sich füllt und füllt. Ist ein E-Book denn wirklich besser oder ist das alles nur Schein? Dem ist die Junge Szene auf den Grund gegangen.

Donnerstag, 10.01.2019, 17:51 Uhr aktualisiert: 12.01.2019, 07:42 Uhr
Foto: az

Zugegeben hat das E-Book viele Vorteile. Zum einen kann der Nutzer seine Bücher überall kaufen, wenn er denn einen Internetzugang hat. Das heißt, dass am Erscheinungstag eines heiß ersehnten Buches nicht lange gewartet werden muss, bis der Buchladen öffnet oder der Postbote vorbei kommt. Per E-Book lässt sich das Buch schon um Mitternacht runterladen. Außerdem würde natürlich auch das Problem mit dem Koffer verschwinden. E-Book-Reader sind flach und leicht. Super für den Urlaubskoffer, die Schul- oder Handtasche. Obwohl E-Book-Reader dünner und leichter sind als jedes Taschenbuch, können bis zu 1000 Bücher auf dem kleinen Gerät gespeichert werden. Da kann es nicht so schnell passieren, dass dem Bücherwurm der Lesestoff ausgeht oder kein Platz mehr zu finden ist, wie in einem Bücherregal.

Außerdem sind E-Books für einen echten Bücherwurm günstiger als eine riesige Ansammlung an „echten“ Büchern. Auf Dauer ist dies eine gute Möglichkeit, um Geld für andere Dinge wie Urlaub zurückzulegen ohne auf seinen Lesespaß zu verzichten.

Bei einem E-Book werden auch die Nachttischlampen oder Taschenlampen, um vor dem Schlafen gehen noch die letzten Seiten einer spannenden Geschichte zu verschlingen, überflüssig. Warum also halten so viele Menschen noch an den handlichen Büchern fest, wenn diese doch längst vermeintlich überholt sind? Es ist nicht zu leugnen, dass das E-Book aus praktischer Sicht weitaus mehr Vorteile gegenüber den Büchern hat.

Aber Bücher werden nicht wegen ihres praktischen Nutzens gekauft. Menschen kaufen Bücher, um sie ihren Liebsten zu schenken. Freunde verleihen untereinander ihre Lieblingsbücher, um gemeinsam über das Ende zu spekulieren. Menschen gehen in eine Buchhandlung, eine Bücherei oder auf einen Bücherflohmarkt. Dort haben die begeisterten Leser die Möglichkeit, Kontakt mit anderen Bücherwürmern zu knüpfen. Das geht mit keinem E-Book.

Und um ehrlich zu sein: Ein volles Bücherregal sieht tausendmal schöner aus, als ein technisches Gerät in irgendeiner Schublade. Alina Kuhlmann

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