X-mas Rock in der Fabrik
Von wegen „stille Nacht“

COESFELD.  Um viertel vor 12 betreten die Jungs die Bühne. Der Hauptact des Abends. Nach drei Bands, die eine breite Fläche an Rock, Punk und Heavy Metal geboten haben, stehen Spin my Fate auf der kleinen Bühne im Keller der Fabrik. Drei Jahre ist es her, seit der letzte X-Mas Rock in der Fabrik stattgefunden hat und sie in dessen Rahmen das Weihnachtsfest rockten. 

Mittwoch, 26.12.2018, 17:01 Uhr
Beim X-mas Rock in der Fabrik sorgten mehrere Bands dafür, dass die Nacht so gar nicht still war. Foto: Julia Walde

Mit einem ungewöhnlich ruhigen,  „Alice-In-Chains“-lastigen Opener „down that river“ beginnt die Band ihren Auftritt in stimmungsvollem roten Licht. Doch danach geht es umso krachender weiter. Mit „devils advocate“, „fix me“ und „dying day“ liefern sie den Fans gleich drei Leckerbissen von ihrem aktuellen Album „Tides“, das 2017 rausgekommen ist. Die 150 Leute im Publikum sind in Hochstimmung und singen und tanzen ab dem ersten Song. „Slipping Away“ sollte eigentlich an diesem Abend in Coesfeld Livepremiere feiern, aber der Song wurde in Hamburg bereits ein Mal vor Publikum „geübt“, wie Gitarrist Simon Bosse dem Publikum gesteht.

Das stört die Fans aber überhaupt nicht. Die an „30 Seconds To Mars“, erinnernde Nummer wird gefeiert, wie auch der Rest des Sets, welches noch nie so persönlich war, wie die Band verrät. Immerhin ist es für sie an diesem Abend auch eine Art „Homecoming“, denn alle Bandmitglieder kommen aus Coesfeld und Umgebung und sind in Coesfeld zur Schule gegangen. Nachdem der X-Mas Rock drei Jahre lang nicht stattgefunden hat, stehen Spin my Fate nun wieder auf der Bühne und haben drei weitere Bands mitgebracht, die für Stimmung im Keller der Fabrik sorgen.

Den Abend eröffnen um 21 Uhr „Insanity Moments“ aus Ibbenbüren, Münster, Havixbeck. Die Band bietet eine bunte Kombination aus allen Metal Stilen und der Sänger überzeugt sowohl mit aggressiven Shouts als auch mit seinen Clean Vocals. Positiv vom Publikum aufgenommen, liefert die Band am Ende des Sets noch eine Akustiknummer, bei der der Sänger erneut mitten im Publikum steht und vom Gitarristen begleitet wird.

Nach einer kleinen Pause kommen die „Baugebiet Boys“ auf die Bühne und direkt ist klar, dass sie eine überzeugende Anzahl an Fans mitgebracht haben. Das Geschubse vor der Bühne beginnt mit dem ersten Lied und die Punkband aus Velen liefert eine sehr unterhaltsame Performance ab, die auch musikalisch top ist.

Als dritte Band an diesem Abend betreten die Stadtlohner „Curb Driver“ die Bühne und bieten dem Publikum „Groove Metal“ mit ordentlich bollerigem Sound. Nach anfänglichen Soundproblemen liefern sie eine musikalisch gute und überzeugende Show.

Das Publikum zeigt sich bei allen Bands begeistert, auch wenn es gegen Ende immer mehr Fans werden, die in den Keller der Fabrik stürmen, denn der Auftritt von Spin my Fate rückt ja mit jeder Band näher.

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