Junge Szene
Günstigere Alternative zu normalen Fahrpreisen

In der Schule war alles noch ganz einfach: Zu Beginn des Schuljahres bekommen die bus- und bahnfahrenden Schüler die Tickets von ihren Lehrern überreicht und kommen so jederzeit zur Schule. Doch einmal aus der Schule, gibt es diesen Luxus nicht mehr und die mittlerweile Auszubildenen müssen ihre Bus- und Bahntickets zu den normalen Preisen bezahlen. Da kann schon ein ordentlicher Teil des kleinen Gehaltes verschwinden. Das neu auf den Weg gebrachte Azubi-Ticket soll nun Abhilfe schaffen.

Donnerstag, 07.02.2019, 18:25 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 18:04 Uhr
Mit Hilfe des neuen NRW-weiten Azubi-Ticket ist es für Auszubildene ab dem 1. August günstiger, mit dem Bus oder der Bahn zu ihrer Ausbildungsstelle zu gelangen. Foto: az

Das Kolpingwerk begrüßt die Einführung des günstigeren Angebotes. Als katholischer Sozialverband bemüht sich das Kolpingwerk seit vielen Jahren um die Belange von Auszubildenen, heißt es in einer Mitteilung des Kolpingwerkes. Das Ticket verbessere die Mobilität der Azubis und könne ein mögliches Kriterium sein, wenn sie sich für eine berufliche Ausbildung entscheiden.

Gerade im Hinblick auf oftmals geringe Gehälter bedeute das Ticket eine finanzielle Entlastung für Auszubildende. Mobilität sei für junge Menschen sehr wichtig und im ländlichen Raum unverzichtbar, erklärt die Kolpingjugend. Wünschenswert, so Georg Hiob vom Kolpingwerk Diözesanverband Münster, wäre eine weitere Senkung der Ticket-Kosten: „Die aktuellen Pläne sind ein guter Anfang. Mit bis zu 82 Euro im Monat sind die Kosten aber immer noch relativ hoch.“ Einen Vorschlag zur weiteren Vergünstigung hat Hiob ebenfalls: „Für das Azubi-Ticket sollte eine Anpassung an die Kosten für das Semesterticket für Studierende angestrebt werden.“ Dies kostet immerhin nur knapp 50 Euro im Monat.

Von vielen Auszubildenen aus dem Kreis Coesfeld wird das neue Azubi-Ticket allerdings wohl nicht sehr häufig genutzt werden. „Unsere Auszubildenen fahren bereits mit dem Auto zur Arbeit“, erklärt Hanjörg Bahmann, Pressesprecher beim Bioladen Weiling. Außerdem seien keine Anbindungen in der Nähe des Betriebs vorhanden. „Dementsprechend haben wir uns nicht sehr intensiv mit dem Azubi-Ticket beschäftigt“, ergänzt Bahmann. Dies bestätigt beispielsweise auch Thomas Borgert, Pressesprecher der VR-Bank: „Unsere Auszubildenen haben nicht immer einen festen Arbeitsplatz, da sie öfter von Dülmen nach Coesfeld fahren müssen.“ Für diese Fahrten nutzen die Azubis eben eher das Auto. Leon Eggemann

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