Darup
Konzertlesung durch die Baumberge

Darup. Der „Tatort“ hätte nicht besser gewählt werden können: In heimeliger Wohnzimmer-Atmosphäre vom Alten Hof Schoppmann nahm Georg Veit seine Zuhörer mit auf eine Reise durch die Baumberge. Der Autor ließ dort sein jüngstes Werk „Schwedings Handhabung der Wolken“ lebendig werden. „Die Kulisse hier ist absolut stimmig“, betonte der Coesfelder erfreut mit Hinblick auf die Fotoausstellung von Tobias Klostermann, der hier derzeit seine „himmlischen“ Perspektiven mit Wolkenformationen zeigt.

Dienstag, 18.12.2018, 15:12 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 15:16 Uhr
Georg Veit (r.) nahm seine Zuhörer vom Alten Hof Schoppmann aus mit auf eine Reise durch die Baumberge. Für die musikalische Untermalung sorgten Goerg Hallekamp (l.) an der Gitarre und Dorothee Stennecken an der Querflöte. Foto: Ulla Wolanewitz

Veits Hauptprotagonist ist ein undurchsichtiger Zeitgenosse. Dieser Schweding ist hauptberuflich Wetterwart auf dem Longinusturm. Aber nicht allein diese Tätigkeit bestimmt sein Leben. Denn dieser Spross der 1950/60er Jahre ist als Halbwaise aufgewachsen und das nicht gerade in Verhältnissen, die eine geborgene Kindheit ausmachen. Der Vater ist nicht in der Lage, ihm den notwendigen Halt zu geben. Zu aller Verwirrung erbt er auch noch dessen Hellsichtigkeit.

Um das skurrile Szenario seiner ersten Version, die ihn ergreift, entsprechend zu untermalen, sorgten Georg Hallekamp an der Gitarre und Dorothee Stennecken an der Querflöte – vom Sopran bis zum Bass – für das dazugehörige musikalische Ambiente. Das Duo begleitete das komplette Programm und machte es somit zu einer spannenden Konzertlesung. Allerdings ohne Happy-End: Zwar müht sich Schweding, der Wolkenfetischist und Spökenkieker der Neuzeit, die Welt ein wenig verbessern zu wollen. Sein hohes Ziel, das menschliche Leben von der Unberechenbarkeit zu erlösen, erreicht er jedoch nicht. Vielmehr muss er sich mit den vielfachen Hürden seiner Kindheit auseinandersetzen. Für ein musikalisches Happy-End allerdings sorgte das Duo, indem es als Abschlusstitel „The dance of fire“ von Giora Feidman spielte und dafür viel Applaus erntete.

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