Gescher
Altarraum wird neu gestaltet

Gescher (sk). Vor einer Mammutaufgabe stehen die Tungerloher gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Pankratius und St. Marien. Die defekte Heizungsanlage in der St. Antonius-Kapelle macht eine umfangreiche Renovierung und Sanierung der Kapelle nötig. Knapp 40 interessierte Tungerloher fanden sich ein, um sich über das Bauvorhaben zu informieren. Hierzu hatten Pfarrer Wenning sowie der Kirchenvorstand mit Franz-Josef Düchting und der Kapellenrat mit Klaus Herbstmann geladen.

Freitag, 06.07.2018, 23:34 Uhr

Zahlreiche Tungerloher informierten sich im Landhaus Capellen über die geplanten Renovierungsmaßnahmen in der Antonius-Kapelle. Voraussichtlich im Oktober beginnt die Umsetzung des Vorhabens mit Auf- und Ausräumarbeiten, erfuhren die Teilnehmer. Foto: Franz-Josef Schulenkorf

Düchting erläuterte, dass die etwa 45 Jahre alte Elektroheizung defekt sei und deshalb erneuert werden müsse. Alternativlos sei eine energetisch kostengünstigere, gasbetriebene Fußbodenheizung. Hierzu jedoch müsse der geflieste Fußboden komplett entfernt werden.

Im gleichen Zuge wolle man aber auch den Altarraum ansprechend gestalten. „Die neugotische Form der Kapelle soll sich im Inneren widerspiegeln“, so Pfarrer Wenning. Ideen zur Neugestaltung hatte man bereits im Vorfeld mit dem Denkmalamt als auch mit der bischöflichen Kunstkommission abgeklärt, die beide „grünes Licht“ für das Vorhaben gaben. „Die defekte Heizung war ausschlaggebend für dieses Großvorhaben“, so Wenning. So soll nach der Installation der Fußboden mit Baumberger Sandstein ausgelegt werden, der dem Stil der Kapelle mehr entspricht als der derzeitige geflieste Innenraum.

In dem Zuge soll auch der Altarraum ein „neues Gesicht“ erhalten. Einig war man sich, dass möglichst viele Gegenstände der ehemaligen St. Marienkirche in der Kapelle untergebracht werden sollten. Kernelement sei dabei der künstlerisch wertvolle Altar von St. Marien. Für den derzeitigen Altar müsse ein würdevoller Standort gefunden werden, hieß es. Der Tabernakel und auch der Ambo sollen getauscht werden. Um den Stil zu erhalten wird die Kapelle „neue alte“ Sitzbänke aus massiver Eiche erhalten.

Die Baumaßnahme mit Renovierung der Sakristei wird ein Gesamt-Kostenvolumen von mindestens 150 000 Euro umfassen, wovon ein Großteil vom Bistum übernommen wird. Eine konkrete Kostenermittlung läuft derzeit. „Dennoch werden wir einen Batzen dazutun müssen“, so Klaus Herbstmann. Er hofft dabei auf die Unterstützung der Tungerloher nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern vielmehr in der Eigenleistung. „Das wird eine tolle Sache“, war sich Josef Ening-Oberwies sicher.

„Es ist im Sinne der Tungerloher, dass wir gemeinsam die Antonius-Kapelle schöner machen“, sagte Herbstmann, der die Zusicherung erhielt, dass sich zahlreiche Tungerloher an der Renovierung beteiligen. Bereits im Oktober soll mit den Auf- und Ausräumarbeiten begonnen werden. „Wenn alles klappt, können wir Weihnachten wieder in unserer Kapelle feiern“, freute sich nicht nur Düchting.

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