Gescher
Flexibilität ist das A und O

Gescher. Flexibilität ist der Dreh- und Angelpunkt, das A und O von Elternwünschen: Das hat eine Befragung von Eltern zum Betreuungsbedarf in Gescher ergeben. Die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse aus dieser Aktion stellte Bürgermeister Thomas Kerkhoff in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Generationen, Familie, Bildung, Kultur und Sport vor.

Freitag, 14.09.2018, 11:34 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.09.2018, 17:10 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 14.09.2018, 11:34 Uhr

650 Eltern waren zur Betreuungssituation befragt worden. 128 Antworten gingen, größtenteils online, im Rathaus ein. Damit erreiche man eine fast zwanzigprozentige Teilnahme. Wenn grundsätzlich alles über 10 Prozent als okay gelte, dann lasse sich aus den vorliegenden Antworten ein Bild ableiten, auch wenn dieses nicht vollständig sei, schlussfolgerte der Bürgermeister.

In der Offenen Ganztagsgrundschule müsse die Über-Mittag-Betreuung bis mindestens 13 Uhr gewährleistet sein. Diesen Wert erachteten 78 Prozent der Befragten als wesentlich und untere Grenze. Für 68 Prozent wäre eine Betreuung bis 14 Uhr ausschlaggebend für ihre Entscheidung, in ein anderes System zu wechseln. Grundsätzlich gilt bei den Befragten: „14 Uhr wäre besser als 13 Uhr: Dann aber mit Mittagessen.“

Auch wurde deutlich, dass man diese Angebotszeiten nicht kontinuierlich an fünf Tagen die Woche bräuchte. Und dass sich die Eltern teilweise flexible Abholzeiten wünschen. Auch hier betonte Kerkhoff: „Das Thema Flexibilität ist in Kommentaren groß.“

Ein anderes wichtiges Feld ist die Ferienbetreuung. Eltern gaben an, dass viele die Offene Ganztagsgrundschule (OGGS) wählten, damit sie die hier gebotene Ferienbetreuung in Anspruch nehmen könnten.

Und auch hier wird erneut die Sicherstellung der Betreuung als zentral und handlungsleitend angesehen, deutlich vor pädagogischen Inhalten.

61 Prozent der befragten Eltern halten ein Mittagessen für wichtig. „Ja, wenn es besser ist als an der Gesamtschule...“, zitierte Kerkhoff schmunzelnd einen Elternkommentar.

Wichtig sei Eltern eine ausgewogene Ernährung. Dass das Essen am Ort zubereitet werden sollte, hielten die Befragten dagegen für nicht so ausschlaggebend. 58 wären bereit, für eine höhere Qualität des Essens mehr zu zahlen.

Warum Eltern die Betreuungsangebote für ihre Kinder wählen? Eindeutig fiel die Antwort darauf aus: Wegen ihrer Berufstätigkeit, sagten 96 Prozent der Eltern.

Eine „notwendige Erhebung“ nannte Anne Hauling (FDP) das Ergebnis. Künftig werde es darum gehen, wie man das bestmögliche Betreuungsangebot an den Bedarfen der Eltern ausrichten könnte. Auch die CDU nahm aus der Befragung mit, dass „Flexibilität das große Thema ist“, so Bernd Witte.

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