Gescher
Ehemaliger Drogenabhängiger klärt auf

Gescher. Sucht hat viele Gesichter. Dies erfuhren die Schüler der achten Klasse, die sich an zwei Projekttagen intensiv mit den verschiedenen Süchten auseinandersetzten.

Sonntag, 10.02.2019, 19:09 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 08:02 Uhr
Suchtprävention an der Gesamtschule: Autor Hermann Wenning, früher selbst drogenabhängig, erzählte aus seinem Leben und beantwortete viele Fragen der interessierten Gesamtschüler. Foto: az

Lehrer und Suchtpräventionsbeauftragter Hendrik Lange konnte mehrere Experten für die Suchtpräventionstage gewinnen. So vermittelte Regina Kasteleiner von der Fachstelle für Suchtvorbeugung beim Kreis Borken in ihrem Workshop Informationen zum Thema „Rauchen und Shisha“. In einem spannenden Multimedia-Quiz erweiterten die Schüler ihr Wissen und beschäftigten sich mit verschiedenen Gefahren des Rauchens. Den Fragen der Schüler stellte sich Kriminalhauptkommissar Dirk Penker, Leiter Kommissariat Prävention und Opferschutz der Kreispolizei Borken. Ein Schüler meinte: „Es war sehr interessant, mal einem Polizisten Fragen stellen zu können.“

Zum Thema Essstörungen hatten die Mitglieder des Förder- und Beratungsteams der Gesamtschule für die Mädchen und die Jungen unterschiedliche Workshops vorbereitet. Emotionaler Höhepunkt waren die beiden Lesungen mit dem Ex-Drogenabhängigen Hermann Wenning, der aus seinem Leben berichtete und dabei auch aus seinen Büchern „Lauf zurück ins Leben“ und „Versoffene Jugend“ las. Der ehemalige Legdener sagte: „Ich komme immer wieder gerne nach Gescher. Die Schüler hören hier sehr interessiert zu.“

Lehrer Hendrik Lange zog eine positive Bilanz: „Die Schüler haben sich in den verschiedenen Workshops sehr intensiv und auf unterschiedlichen Arten mit dem Thema Sucht auseinandergesetzt.“ Lange wirft auch einen Blick in die Zukunft: „Wir werden natürlich auch im nächsten Schuljahr wieder diese Aktionstage veranstalten.“ Er betonte, dass alle Lehrer, Sonderpädagogen und Schulsozialarbeiterinnen immer aktiv seien. Vorbeugung finde nicht nur an diesen Suchtpräventionsttagen, sondern auch im Schulalltag statt. Lange abschließend: „Die Institution Schule kann nicht alle Sucht-Probleme lösen, sie leistet aber einen wichtigen Beitrag für die gesamte Gesellschaft.“

Am kommenden Donnerstag (14. 2.) kommt Frau Kasteleiner noch einmal für einen interessanten Informationsabend für Eltern in die Gesamtschule.

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