Gescher
WiRoPa und Losbergschule setzen Meilenstein

Gescher/Stadtlohn. Die Losbergschule Stadtlohn und die WiRoPa GmbH in Gescher sind offizielle Kooperationspartner im Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Vertreter von Unternehmen und Schule unterzeichneten jetzt eine entsprechende Vereinbarung. Damit ist die 500. Partnerschaft seit dem Projektstart 2011 in trockenen Tüchern.

Freitag, 12.04.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 23:34 Uhr
Kooperation bei der Berufsorientierung vereinbart: (v.l.) Schulleiterin Birgit Kentrup, Personalleiter Alexander Wenker und die Geschäftsführer Matthias Roterring und Ludger Witte. Foto: az

Hauptziel des IHK-Projektes ist es, die Schüler in der Berufsorientierung sowie die Unternehmen in der Sicherung des Fachkräfte-nachwuchses zu unterstützen. „Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen: Die Schüler erkennen ihre Interessen, und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt“. So beschreibt Carsten Taudt, IHK-Geschäftsbereichsleiter Bildung und Fachkräftesicherung, die Wirkungsweise eines Projektes, dessen Erfolg vor acht Jahren so nicht abzusehen gewesen sei. „Die 500. Partnerschaft ist für uns ein Meilenstein“, unterstreicht er. Unternehmen öffneten gerne ihre Türen für Schülerinnen und Schüler. Taudt: „Wir kennen jetzt viele Betriebe, die über die Partnerschaft mit Schulen motivierte und talentierte Jugendliche für ihre Ausbildungsplätze gefunden haben.“

Die Blechbearbeitung in XXL-Format ist Kernkompetenz von WiRoPa. Das Unternehmen beherrscht sowohl traditionelle Verfahren der Metallverarbeitung wie Scherschneiden oder Abkanten als auch hochmoderne Techniken wie Laserschneiden und Plasma-schneiden. Die Metall- und Stahlbauteile aus Gescher kommen im Brücken- und Kranbau, im Schiffs- und Fahrzeugbau oder im Apparate- und Maschinenbau zum Einsatz. Zweite Stärke des Unternehmens ist die Herstellung vom Trommeln und Spulen, ebenfalls im XXL-Maßstab. Sie werden gemacht für Wickelgüter bis zu 600 Tonnen Nutzlast. WiRoPA-Produkte werden nicht nur im Versand oder als Maschinen-Spulen genutzt. Sie bewähren sich auch im Einsatz auf hoher See als Offshore-Trommeln.

„Die Herstellung überdimensionaler Bauteile, Trommeln und Spulen erfordert nicht nur eine moderne technische Ausrüstung, sondern auch spezifisches Know-how. Wir setzen schon seit Jahren auf Ausbildung, um genau die Fachkräfte heranzubilden, die wir brauchen“, unterstreicht Personalleiter Alexander Wenker den hohen Stellenwert der betrieblichen Ausbildung bei WiRoPa. Bereits seit vielen Jahren bildet der Stahlspezialist in den Berufen Industriekaufmann/-frau und Konstruktionsmechaniker/in aus. Inzwischen bietet WiRoPa auch Ausbildungsplätze für angehende Technische Systemplaner und Zerspanungsmechaniker an.

In der neu besiegelten Partnerschaft lädt WiRoPa Schüler und Lehrkräfte der Losbergschule zu Betriebsführungen ein und ermöglicht ihnen so einen Einblick in die Arbeit des Unternehmens. Fachkräfte unterstützen den Mathematik- und Technikunterricht durch praxisorientierte Projekte, wie die Berechnung, Planung und Herstellung kleiner Produkte, heißt es in dem Bericht der IHK. Zudem gingen Auszubildende als IHK-Ausbildungsbotschafter in die Schulklassen, um über Ausbildung, Berufsschule oder Karrierechancen zu berichten.

Für die Losbergschule ist die Zusammenarbeit mit WiRoPa die fünfte Partnerschaft im IHK-Projekt. Schulleiterin Birgit Kentrup schätzt die praxisnahe Berufsorientierung: „Das Projekt bietet unseren Schülern, aber auch den Lehrern die Chance, Betriebe hautnah kennenzulernen und sich für Ausbildungsberufe und die Wirtschaft nachhaltig zu begeistern. Durch praktische Projekte und Veranstaltungen zur Berufsorientierung wird ein persönlicher Kontakt aufgebaut, der den Schülern den Weg in das Berufsleben erleichtert.“

Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen und Unternehmen in ihrem Bezirk Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartnerinnen sind Inna Gabler (Tel. 0251/707-305, E-Mail: gabler@ihk-nordwestfalen.de) und Melanie Vennemann, (Tel. 0251/707-304, E-Mail: vennemann@ihk-nordwestfalen.de).

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