Gescher
„Museum moderner machen“

Gescher. Eine große Themenvielfalt bestimmte die Mitgliederversammlung des Glockenfördervereins, zu der der 1. Vorsitzende Clemens Kösters auch Bürgermeister Thomas Kerkhoff und die Erste Beigeordnete der Stadt, Kerstin Uphues, begrüßte. Das führte gleich zum Hauptthema des Abends: Wie soll das Glockenmuseum der Stadt in Zukunft innerhalb der Gescheraner Belange positioniert sein, und wie kann seine Weiterentwicklung nicht zuletzt auch aus Sicht der Kommune gefördert werden? Stagnierende Besucherzahlen zeigen hier Handlungsbedarf auf.

Montag, 13.05.2019, 09:02 Uhr
Andreas Froning (l.), jetzt als Leiter des Glockenmuseums, und Felix Deitert als Beisitzer wurden neu in den Vorstand des Glockenfördervereins gewählt. Foto: az

Clemens Kösters verwies insbesondere auf die Umbruchphase, in der sich das Glockenmuseum durch den Wechsel in der Leitung von Dr. Hendrik Sonntag (Vollzeitstelle) zu Andreas Froning befindet. Froning ist mit dieser Aufgabe zusätzlich zu seiner Arbeit als Stadtarchivar betraut. Hinzu kämen Herausforderungen, die sich durch die Kooperation mit dem „kult“ in Vreden und die anstehende digitale Präsentation der Sammlung des Glockenmuseums ergäben. Bürgermeister Thomas Kerkhoff unterstrich, wie wichtig es sei, das Museum moderner zu machen, es in die neue Zeit zu überführen, es dem „Zeitgeist“ anzupassen. Die Kooperation mit dem „kult“ müsse noch gefestigter werden. Nur wegen der Exzellenz des Glockenmuseums sei es überhaupt zur vertraglichen Zusammenarbeit mit dem Kreis Borken gekommen.

Der Bürgermeister äußerte klar: Ohne Glockengießerei und Glockenmuseum könne das Label „Glockenstadt“ nicht funktionieren. Hinzu komme hier noch das „Deutsche Glockenmuseum“ mit seiner umfangreichen Bibliothek als wissenschaftliche Einrichtung. Um all das mit Leben zu füllen, sei auch der Verein zur Förderung des Glockenmuseums so wichtig.

Auch Wahlen standen an. Andreas Froning, jetzt als Leiter des Glockenmuseums, und Felix Deitert als Beisitzer wurden neu in den Vorstand der Vereins gewählt. Ausführlich berichtete Froning über seine Einarbeitung als Museumsleiter und über seine Ideen für die Zukunft. Insbesondere sollte die Inklusion von Besuchern mit Behinderung verbessert werden und das Glockenmuseum als Begegnungsort ausgebaut werden.

Am „Internationalen Museumstag“ (19. Mai, Bericht folgt) wird der Eintritt frei sein; dies gilt auch in den anderen Museen der Museumsinsel um das Heinrich-Hörnemann-Haus.

Von einer sehr guten Entwicklung des Handglockenchores konnte Anke Vortmann berichten. Der Chor feiert in diesem Jahr mit zahlreichen Aktivitäten und Auftritten sein 30-jähriges Bestehen.

Eine Diskussion über eine bessere Vernetzung von Glockengießerei und Glockenmuseum und die Präsentation der Glockenspiele an ihren jeweiligen Fassaden führte zu Überlegungen bezüglich der technischen Umsetzung und besserer Informationen im Stadtbild.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6608700?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947616%2F
Sein Land verkauft
Heinz Christian Strache gab sich stets volksnah. Das Video wirkt umso entlarvender.
Nachrichten-Ticker